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Brigantine Aktueller Status:
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Was ist eine Brigantine?
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Bild Quelle: http://myarmoury.com/talk/viewtopic.php?t=12978
Die Idee einer Brigantine ist einfach. Man nehme starken Stoff oder Leder und Metallplatten. Dann ganz viele Nieten und machen mit den Elementen Leder X Metallplatten X Leder ein Sandwich.

Vorteile der Rüstung Brigantine:
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1) Diese Art der Rüstung ist einfach anzufertigen. Dadurch günstiger als normale Rüstungen.
2) Beweglichkeit höher als bei einer steifen Torso Rüstung.
3) Reperatur war dem einfachen Soldaten ohne Schmied möglich, einfach neue Metallplatten und Nieten, vielleicht eine Nadel, waren nötig.
4) Durch Leder auf der Innenseite ist der Tragekomfort auch ohne Unterpolster vorhanden.
5) Rüstung auch Vollkontakt Schaukampf fähig.

Grundgedanken:
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Was ist zu tun?
1) Torso beweglich mit Beintaschen
2) Schulterteile gewölbt mit Oberarm Lamellen
3) Unterarme bzw. Beinscheinschienen
4) Helm (fehlt noch)

Werkzeugliste:
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(ca 5€) Hammer
(ca 10€) Cutter Messer Klingen
(ca 6×45€) Jede Menge Leder als ganze Haut / Häute (6 ganze Häute hier verwendet)
(ca 80€) Nieten ( gibts im 1000er Pack bei Ebay günstiger) (ca 3000 Stk+)
(ca 15 bis 40€) Lochzange und Locheisen (beides Baumarkt oder Lederfachhandel)
(ca 60-70€) Metallplatten oder Metallstreifen (Metall Fachhandel Anfrage= günstiger als Baumarkt)

Verlauf:
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1) Torso:
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Den Torso habe ich bereits vor ein paar Jahren fertig gestellt, aber später erweitert und nachbearbeitet.
Hier sind 4 ganze Häute schwarzes Wildleder verwendet worden. Als Schnittmuster Vorlage wurde ein Gambeson aufgelegt.

2) Schulterteile und Armlamellen:
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Habe mir ein Schnittmuster aus dem Internet besorft für Grundlage einer Schulter. Diese Vorlage dann entsprechend meiner Metallplatten gelocht und dann mit Ziegenleder Band vernäht. Hilfreich ist erst alle Nieten ohne Nähe der Wölbung zu hämmern und mit einem Schuh Amboss oder überstehenden Steinkante die letzten Nieten nahe der Wölbung zu hämmern.

Die Schulterteile wurden nachträglich an den Rändern noch verschlossen mit Hilfe von ca 5cm breiten Lederbändern.

Nach dem Vorbild von einfachen Plattenschultern wurden Oberarm Lamellen angefertig.
Auch hier das selbe Prinzip.



Danach folgte auch die Lamellen zu umranden.
In der Umrandung lassen sich auch die Nietansätze der Schnallen und Riemen verstecken.

3) Unterarme bzw. Beinscheinschienen:
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Zuerst habe ich das Schnittmuster einer Standard Armschiene als Brigantine gebaut.
Leider ist mein Unterarm länger als der Standard. Also habe ich den Unterarm nachträglich verlängern müssen.

Die Verlängerung muss später noch umrandet werden.

Es empfiehlt sich, die Länge der letzten Kachel am Unterarm frei zu lassen von der Letzten Metallplatte im beweglichen Teil des Ellenbogens, aber es optisch trotzdem zu vernieten. So bleibt es beweglicher (Kachel ganz unten links im Bild).

Beinschienen sind ebenfalls nach eine Muster einer Plattenbeinschiene angefertigt worden.
dsc_0805
Natürlich sind die Brigantine Rüstungsteile mit Plattenteilen kombinierbar –
Auch angenehm ohne Gambeson zu tragen dank Leder Unterseite.

4) Helm (fehlt noch):
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Habe für den vorhandenen Helm Vario mit einem neuem Visier experimentiert.
Bin mit dem Ergebnis aber noch nicht zufrieden.
Auch steht die neu Färbung des Dragon Age Helms zur Option.

Hier ein paar Beispiele des aktuellen (unfertigen) Stands der Brigantine Rüstung Voll:
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Helm Vario Visier Schwarz


Dragon Age Helm

Ohne Helm (Kettenhaube Option)

Jetzt folgt die Arbeit an Kettenhandschuhe und Kettenüberschuhe brüniert (geschwärzt).
Alles absichtlich noch ohne Farbakzente, damit der jeweilige Charakter einfach passend farbige Kleidung darunter trägt und damit selbstständig Akzente setzen kann.
Das Wappen auf der Brust ist an der Kettenhaube befestigt und austauschbar.
Für maximale Panzerung kann ein brüniertes Kettenhemd (knielang) darunter angezogen werden um im Schaukampf freie Stellen zu verdecken.

Hinweis:
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Nur wer „sehr viel Zeit“ oder eine Ledernähmaschine hat,
sollte sich an ein selbstgemachtes Gambeson wagen!

Teil 1 von 2, denn es werden weitere Teile des Gambesons erstellt in nächster Zeit.
Hier werde ich den fortlaufenden Link einfügen.

Die Idee:
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Warum nicht ein Leder Gambeson machen?
Schnittmuster gibt es haufenweise und Stoff war über –
also dachte ich, mal anatomisch angepasster Gambeson mit Lederbezug!

Die Anleitung:
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Hier meine Anleitung in Mini Format –

1) Das Schnittmuster:
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Eine Weste von mir sollte als Grundlage dienen.
Die Weste wurde in seine Bestandteile entlang der Nähte zerlegt.
Diese Teile wurden auf Kunstleder gepauscht.


Erst versuchte ich alle Teile an den Seiten zusammen zu lassen beim nähen,
im späterem Verlauf entschied ich mich, die Seiten separat zu gestalten.
Bessere Lüftung und variable Einstellungen für zB Winterunterkleidung und Sommerkleidung.

Ihr nimmt also einfach ein euch passendes Kleidungsstück und könnt dieses als Innenmuster
für euer Schnittmuster nehmen. Vergisst hier nicht Näh und ca 5cm Umschlagsränder.
Die Umschlagsränder können aus länger sein, wenn ihr diese doppelt wölben wollt.

2) Das Rautenmuster:
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Für das Rautenmuster habe ich mit einfach einen Holzstab als Lineal genommen
Und mit Hilfe eines Nahtrollers fast unsichtbar die Nahtlinien für die Nadel markiert.


Bei der Größe der Rauten bestimmt ihr, wie viel ihr später vernähen wollt.
Ich habe mein Metall Lineal als Abstand Halter verwendet.
Hier sollte man größte Sorgfalt walten lassen, hier Zeit zu nehmen,
heißt später im Detail Zeit zu sparen, weil ihr nur noch der Vorarbeit für die Nahtlinien dankt.
Alternativ könnt ihr später mit Nadel entlang eines Lineals den Weg markieren [Tip].

3) Die Lagen aka Layers:
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Je nachdem, was an realen Schlägen euer Gambeson abhalten soll,
also Schaukampf, Larp oder sonstiges,
könnt ihr die Lagen absteppen.

Beliebt sind Decken im Innerem,
kombiniert mit mehreren Lagen Leinenstoff.

Einfach das Grundmuster auf die weitern Lagen ohne Nährand übertragen.
Dazu einfach das aufgespaltete Grundgerüst Kleidung verwenden.
Hatte beim mir Probepolster bestickt und dann Schlagtest durchgeführt-

4) Vernähung:
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Es empfiehlt sich, lange Nadeln zu verwenden,
vorzugsweise Ledernadeln, welche besser das Leder ohne Vorstich durchdringen.
Diese sind ein der „Karospitze“ zu erkennen.
Extra starke Fäden sind am besten, weil ihr beim Gambi immer wieder
den Faden nachziehen müsst, damit die Rauten nicht flach,
sondern wie Polster halt sind, Raum nach oben haben.

Nur so ist eine reale Schutzfunktion vorhanden.
Vermutlich waren Torso und Arm-Beinteile später
16 Nähsterne, 2 x 100m Rollen Garn Extra Stark
plus diverse kaputte Nadeln.
Eine Spitzzange und eine Harte Unterlage helfen beim durchstechen.

[Geheimtipp 1:]
Ein Bauarbeiter Lederhandschuh kann Spitzzange und Unterlage ersetzen!
Das Leder kann die Reibung am Leder nutzen die Nadel einfach und gefahrlos zu ziehen,
auch durchzustechen und gleich wieder anzusetzen für den Stich.
So ein rechter Handschuh spart Zeit!

[Geheimtipp 2:]
Des weiteren könnt ihr ein Gambeson leichter auf Ober und Unterseite vernähen,
wenn beide Seiten leicht erreichbar sind.
Ein Spannrahmen oder eine Unterlage die unten Recht offen ist,
ich habe als Unterlage einen Wäschständer verwendet,
ermöglicht leichteren Zugang für die beidseitige Naht.

Im nächsten Teil sollten alle Ränder gesäumt werden.
Das Leder wird einfach oder doppelt gewendet und damit
gleichmäßig der Außenrand euer Rautenmuster gegeben.

Jetzt „nur“ ein paar (Kilo-)Meter Rautenmuster nähen.
In meinem Beispiel von Hand, was ca 2 Monate bisher gedauert hat.

Zwischenergebnis:
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Die Ränder sind genäht, die Seiten separiert,
die Rauten fertig und die Teile warten auf Verbindung.
Vorderseite:

Rückseite:

Petrol und hellgrün aus 100% Leinenstoff für besseren Tragekomfort.

5) Ledernesteln bzw Knebelverschlüsse:
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In einem historischem Buch habe ich Knebelverschlüsse gefunden,
welche in fast jeder Epoche anwendbar sind.
Hier die Skizze:

Damit dann Seiten und Front Verschlüsse bilden.
Bei mir werden also 8 Stück benötigt – 4 Vorne – 2 je Seite.

In Benutzung sieht dass dann so aus-
Verstellbarer Knebelverschluss

plus Halterung für den Holzknebel

gleich


Müssen später noch nachgedunkelt werden.

6) Arm und Beinteile:
Dazu passend noch Arm und Beinteile hergestellt.



und Beinteile

Die Überlegung stand alles mit Ziernieten zu besetzen.

Zwischenergebnis 2:————————

In einiger Zeit folgt Teil 2 mit folgenden Weiterbearbeitungen:

Ich hoffe einige Bastler mit der Anleitung helfen zu können,
zu inspirieren oder einfach unterhalten zu haben 😉
Wem es gefallen hat, hinterlasse bitte mentale Nähunterstützung durch einen Kommentar.
Ideen, Tipps und Anregungen nehme ich gerne entgegen.

Viel Spass beim nachmachen!

 

PS:
Kurz vor Adventszeit eine Super Idee von einer Bloggerin:
https://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/2015/10/31/naeh-advents-kalender-verlosung/
Muss unbedingt ebenfalls eigentlich einen Adventskalender basteln 😀

 

 

Für das Projekt „Olek“ –
https://traumschmiede.wordpress.com/2015/02/02/charakter-erstellung-larp-projekt-blutkrahe-leibwachter-einer-magierin/
sollte nun auch eine  Schwert Rücken Scheide hinzukommen.
Damit auf der Reise die Waffe untergebracht werden kann.
Also Grundidee folgende:
Leder Breitgurt mit Halterungen für Waffen und Taschen a la „the witcher“ machen.

Kosten:
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Blankleder 30€
Lederöl 6€
Leder Antik Finish 10€
Ledergarn und Kleinkram ca 10€
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Gesamt ca: 56€
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Dauer:
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Ein Wochenende –
Ca 8 Arbeitsstunden, davon 5 Stunden nähen 😉

Gesagt, getan:
1) Grundmuster:
Leder mit maximaler Schwertscheiden Breit (hier glaube ich 12cm).
Dann die Ränder börteln, also umschlagen und von Hand mit Ledergarn vernähen.

Gesamt wie ein L geformt, zwei Leisten mit einem Quadrat verbunden.

In diesem Fall auf der langen L Seite zweigeteilt , wo die Halterungen der Schwertscheide aufhören werden,
für mehr Stabilität, Flexibilität beim tragen.

Das Leder wurde mit Lederöl Hellbraun gefärbt. Dann mit Antik Finish veredelt.
Pinsel und Schwamm sind die Werkzeuge.

2) Applikationen:
Grundgerüst steht, jetzt kommen Halterungen und Zusätze ran.
Angefangen mit der Brust Schnalle, welche die L Form zu einem O verbindet.

Dann Schnallen für
a) Gürtel
b) 2x  Rückenscheide
c) Taschen Gurt
d) Brust Schnalle (s.o.)

Färben nicht vergessen. Einziehen dauert ca 3 Stunden.
Die Nieten und Knopf Halterungen auswählen.

Vor dem anbringen der Schnallen die externen Elemente anlegen und testen,
ob alles anatomisch korrekt liegt. Notfalls kurz Tape und am Körper anlegen.

Übersicht:

Vorderseite (kleiner L Teil):

Von rechts nach links:
Quadratisches Element als Gürtelhalterung.

Brust Schnalle Riemen auf dem große L Stück und die Schnalle auf dem kleinem L Stück.
Einen Kugelkopf Verschluss gegen das wackeln – goldner Punkt auf Bild, unten Bild genauer.

Dann einen Gürtel mit Hornknebeln, teils unter der Brustschnalle.
Damit lassen sich bis zu zwei Taschen separat befestigen oder eine große,
ähnlich dem Konzept wie bei „the witcher“.

Hier mit einer Tasche.

Da mit Zwei.

3) Fertig:
Hier nur schnelle Bilder.
Con Bilder folgen per Edit irgendwann.
Wenn euch die Anleitung geholfen hat bei eigenen Projekten oder
inspiriert zu eigenen Werken, freuen wir uns über ein „Like“ oder Kommentar.
Vorderseite:

Meine Socke hat ein Belüftungsloch ^^
Spontane NSC Kleidung halt angezogen.

Rückseite:

In nächster Zeit folgt noch eine Rüstungs Schulter aus Leder mit Krötenhaut Panzerung und
ein Beinholster für das Projekt der beschwingten Wurfdolche:
https://traumschmiede.wordpress.com/2015/01/19/wurfdolch-wurfdolche-mal-anders-beschwingt/

Viel Spass beim nachbauen!
Viel Spass beim Larp!


(Bild von Ingo Turnwald – Fest des Traumdorns – Nachtbild im Negativ)

Vorbei!

Die ersten Aufräumarbeiten nach der größten Larp Con Europas sind gemacht.
Wer nicht weiß, was LARP ist – hier gucken:
http://www.larpwiki.de/LARP
Jetzt ist es Zeit Bilder anzugucken und aus den Erfahrungen aus 2015 zu lernen.
Wir haben viele Dinge erlebt und getan.

1) Drak’ar Tests:
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Kostümtests der Drak’ar wurden mit Bravur bestanden.
Keine Schäden, keine sonstigen Schäden trotz Hitze und Kämpfe in Kostümen.
Sogar die Hörner aus Schaumstoff mit flexiblem Halterungskern halten sehr gut.
Definitiv haben sich zahlreiche Köpfe in unsere Richtung bewegt,
wenn die Drak’ar einfach nur vorbei wanderten und oft wurden wir gebeten vor
Kameras zu posieren.
Bisher sind aber vom COM nur wenige Bilder online, leider.
Trotzdem, hier ein paar erste Eindrücke von den Drak’ar Tests bei über 30 Grad Celsius.
Es war wirklich heiß 😉

Bei Nacht mit LED Kristallen als Schmuck:


Tag, im Schatten glitzernd

Wurden mehrfach gefilmt –

Und als Gruppe wahrgenommen

(Quelle dieses einen Gruppen Bilder COM 2015 CD)

2) Conquest of Mythodea Allgemein:
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a) Gelände:
Da Gelände des COM ist wie immer sehr weitgänig. Die Mehrheit holt sich auf Dauer Blasen an den Füßen,
weil das Gelände und die Schauplätze der Kämpfe und Geschichten weit von einander entfernt sind.

b) Sanitäre Anlagen:
Die sanitären Anlagen sind in Ordnung, aber die Reinigung der Toiletten mit Hochdruck Wasserdüse
wird nicht nachträglich wieder getrocknet und selbst im Hochsommer hast du also einen Wasser Boden
in deiner Toilette gehabt.

c) Kosten:
Die Tickets pro Spieler mit 155€ pro Person Conzahler plus bis zu 30€ Voranreise pro Person ab Sonntag
ist überdimensioniert teuer für das gebotene Con. Eigentlich zu teuer zum besuchen.
Die Kontingente der Karten wie Wacken nach Zahlen, nicht nach Datum ist brutal teuer, weil Staffel 1+2+3
sehr schnell vergriffen sind und man schon teils im ersten Monat über 100€ bei 1 Jahr Vorkauf steckt.

d) Plot:
Verwirrend. Die Spiegelwelt ist eine neue Kampagne der Live Adventure Gruppe.
Asiatische Krieger, genannt „die Ratio“ dominieren angeblich das Land.

Außerdem soll in der Spiegelwelt alles tot, kalt und Grau sein-
aber bei über 30 Grad im Schatten, grünen Wiesen und Verschwendungssucht der Stadt,
Ist das schwer auszuspielen.
Die Anleitung des COM Facts, dass „Zuhause einfach alles noch(!) schöner, bunter, besser ist“,
ist einfach aus unserer Sicht mangelnder Wille der Darstellung einer kaputten Welt.
Hier wird vom Organisator stark gespart.
2015 wurde scheinbar der Plot von 2014 wiederholt, da der Plot bereits 2014 gescheitert war.
Nun gescriptet, ging der Plot wohl voran.
Es gibt einige große Plotartefakte, wie den Thron, den Traumdorn, die Bibliothek.

Leider ist der Plot sehr schwer zugänglich, auch wir als Gruppe bereits seit 2007 jedes Jahr auf COM waren.
Plotjäger Gruppen dominieren hier leider die Plots, es sind eigentlich immer die selben Kandidaten.
Probleme:
Unabhängig davon gibt es die SC Gruppierung „Die Eisernen“,
welche uns Nicht-Menschen und auch normale Spieler von Plotlokations nachträglich ausgeschlossen hat.
Beispielsweise waren wir im Traumdorn Plot involviert, aber die Eisernen haben später fast 24h den Zugang
für alle bis auf Eiserne und Plotjäger Eiserne blockiert und gedroht jeden zu erschlagen.
Abseits davon sind viele Eiserne negativ aufgefallen –
spätestens bei den deutlich rechtsradikalen Kampfsprüchen.
Live Adventure vor Ort hat diese Hinweise nicht zur Kenntnis genommen (SL’s).

e) Zeltplatz:
Die Zeltplätze auf COM sind VERDAMMT ZU ENG.
Die Stadt und Wege wurden großzügig für die Sanitäter bemessen, der Rest nicht.
Pro Person wird 15m2 pro Person veranschlagt. Man muss in ein Viertel seiner Wahl ziehen.
Für das Viertel werden wegen Wegen und Plätzen weitere 2,5m2 abgezogen.
Bleibt 12,5m2 pro Person.
Wer nur ein BIWAK Dackelhütten 2x1m Zelt hat, hat keine Probleme.
Wer aber ein ambientiges Ritterzelt oder Sahara Zelt hat,
ist in diesem Maßstab dazu verpflichtet als Gruppenverband zusammen zu ziehen,
mit möglichst wenig Zelten zu kommen, das Vorzelt, Sonnensegel am besten wegzulassen…
Auch hier wird gespart vom Organisator = Weniger Platz pro Person = mehr Gäste.

f) NSCs:
Die Mehrheit der NSCs sind eigentlich GSCs. Diese rüsten sich selber aus, basteln und machen gutes
Charakterspiel und geben Möglichkeit zu interagieren.
Grundkostüme wie Wappenröcke und Rüstungsteile sind von Live Adventure zu kaufen,
aber die Mehrheit der zB Untoten und anderer Rollen sind einfach genial von den NSCs selber
umgesetzt worden. Respekt.

Auch wurden die Drak’ar mehrfach von Untoten Fleisch und Schwarzem Eis zu Duellen gefordert und angspielt.
Die meisten Spieler sehen nicht die Arbeit in Kostümen, aber ganz viele NSCs haben uns darauf angesprochen
und wir haben uns sehr darüber gefreut.

Die Heereswacht bzw Stadtwache sind ein Lager, welches angeblich die Sicherheit des Trosszuges sichern soll.
Als Drak’ar wurden wir spieltechnisch dazu befohlen uns eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ ausstellen zu lassen
und konnten so auch mal ins Lager der Heereswacht.
Außerhalb der Stadt haben wir die Heereswacht aber eher selten gesehen, scheint uns eher als Verwaltungsapparat zu funktionieren,
spielerisch zumeist an Warhammer angelehnt, spielen zumeist auch teils fremdrassenfeindlich.

g) Organisation:
Anwesenheit und Übersicht der Spielleitung war immer flächendeckend vorhanden.
Keine Mängel, top.

h) Spieler:
Die Spielerschaft mit ca 8000 Personen war kleiner als im Vorjahr, zumindest gefühlt.
Sehr gemischte Personengruppen und Einzelpersonen. Viele Congriller.
Leider, siehe auch Plot, ist die Gruppierung der „Eisernen“ viel mit rechtsradikalen Klang unterwegs gewesen.
Dies hat kein gutes Gefühl geben, wenn 25 Personen sich selbst beweihräuchern und dann anfangen Sprüche
wie „Sieg-“ und die anderen schreien „Heil“ zu beschallen. Dann Nicht-Menschen zu beschimpfen und vor die Füße
zu spucken, Durchgang zu blockieren, SS-Soldaten Bibel Parolen auszurufen –
Das alleine ist mit Grund, warum wir als Gruppe stark am überlegen sind zum COM wiederzukehren.
Meldung bei den SL’s gab mehrfach keine Abhilfe.
Trommler aus dem Banner der Einheit haben Nachts Banner der Einheit und Entdecker bis morgens beschallt,
unangenehm laut und unrythmisch. Hier wurde vielmals an die entsprechende Gruppe OT herangetreten
mit geringem Erfolg.
Der heißen Temperaturen wegen waren fast keine gerüsteten Krieger unterwegs.
Auch waren, Tendenz abnehmend, leider immer weniger Nicht-Menschen auf COM unterwegs.
Der Nichtmenschen Negativ Trend wird im Moment bestärkt von typischen Anti Nicht Menschen Fraktionen
und vor allem dem Wetter.
Nicht zu unterschätzen ist, dass die Mehrheit der Nichtmenschen keine Rückmeldung für ihren Aufwand an
Kostümen und eingesetzter Energie erhält, traurig, aber wahr.
Wir selber auf dem COM haben viel positive Rückmeldung zu den Drak’ar erhalten,
freuen uns natürlich über Anregungen, Daumen hoch runter oder Ideen zur Weiterentwicklung durch Kritik.

i) Banner System und Fehler:
Das neue Stadt System, welches Banner und Stadt zu einem Heerzug verseint hat seine Nachteile.
Es gibt kein Bedrohungsgefühl, denn es gibt nur 2 Kampfplätze Wiesen, quasi keine weiteren Kampfzonen.
Positiv, es gab keine (grundlose) Endschlacht.
Identifikation mit den Vierteln oder Bannern im Vergleich zu den alten Elementar Lagern ist nicht existent.
Alles scheint jedem irgendwie Einheitsbrei.
Ohne Angriffe auf die Lager und Leitpersonen zur Identifizierung (früher die Avatare), geht ohne begleitetes bzw
angeleitetes Spielergeschehen in den Lagern deutlich Zusammenhalt verloren.
Nur wenige Viertel können sich identifizieren –
Gerade die GSC bei den Eisernen und anderen Punkten wirkten wir „Kampf auf Bestellung“,
denn es wurden teils NSCs zurück gehalten, bis diese Gruppen als Letzte oder Vorletzte am Schlachtfeld ankamen.
Wir waren im Banner der Entdecker, Viertel der Freidenker, geführt von Peppin.
Er gab sich große Mühe mit Organisation und Hilfe, dafür noch einmal ein großes Danke.
Wir hatten sogar Schattenplätze bis Mittags dank der Bäume zwischen Banner der Entdecker und Einheit.

j) Fotos und Rezensionen:
Es scheint Out zu sein selber Bilder von Fremdpersonen zu machen.
Leider gibt es jedes Jahr weniger Bilder von den Großcons.
Wir als Gruppe haben uns mehrfach auf der COM Bilder CD gefunden,
aber viele haben kein Erinnerungsfoto von sich bekommen können.
Auch ist das Feedback, die Rückmeldung des COM eher von wenigen Meldungen dominiert,
zumindest wenn man 8000 Personen als Maßstab nimmt.
Das muss aber jeder selber wissen, denn nur mit  Rückmeldung kann sich das COM positiv weiter entwickeln.

i) Fazit:
Ein wenig kritisch, aber ehrlich in den Kommentaren.
Die COM Kampagne der Spiegelwelt kommt nur schwer ins Rollen uns bleibt der Mehrheit unverständlich.
Plotmöglichkeiten werden von Spielergruppen stark eingeschränkt.
Plot der Viertel und Banner beruht auf den GSC Gruppen, sind aber auch nur teils zugänglich.
Es gibt Möglichkeiten an Informationen zu kommen, man muss dafür aber Kilometer Blasen an den Füßen
einrechnen (haben wir ^^ ).
Insgesamt ist das COM einer der größten Larp Mittelalter Märkte mit Plotangebot.
Wir überlegen wieder hinzufahren, aber nicht wegen der angebotenen Leistungen,
sondern als Gruppen Treffpunkt, welcher weiterhin zuverlässig jährlich stattfindet.
Drachenfest wird seit diesem COM als neue Option erwogen,
aber das COM 2016 wird im Moment als Jahrestreff wieder eingeplant.

Wir hoffen, dass unsere Rezension einigen Spielern oder NSC helfen kann,
sich für eines der Großcons und deren Viertel zu entscheiden.
Gerne freuen wir uns über Rückmeldung.

 

 

Es ist mal wieder soweit. Das größte Liverollenspiel Europas ruft Larper aus allen Herren Ländern nach Niedersachsen, genauer nach Brokeloh nahe Nieburg.
Da gibt es eine besondere Art von Blaubeeren, Bauernhöfe und ein Gutsanwesen im alltäglichem Jahr zu bestaunen.
Doch nächste Woche 05.08 bis 09.08.15 werden, ähnlich wie bei WACKEN ca 10.000 Männer und Frauen in Mittelalter und Fantasy Kleidung, schwerer Rüstung, Gesichtsmasken und zahlreich kreativen Auswüchsen die Acker überschwemmen.

Für dieses Event haben wir die Drak’ar (siehe vorherige Beiträge der letzten 2 Monate) bearbeitet und auch an menschlichen Charakteren gearbeitet.
Eine etwas zu große Packliste wurde bereits reduziert und wir sind immer noch am abhaken der einzelnen Listenpunkte.
Das fängt mit „Lagerkram“ wie Zelten, Sitzgelegenheiten und Ernährung an, endet aber erst irgendwo bei Charakter Kleinkram und dem Verbandskasten.

Auch jetzt wird „Last Minute“ wieder viel gemacht, wie jedes Jahr.

Beispiel Charakterkrams:

Lederschulter aus Lederresten mit Glassteinen in Arbeit aka Krötenhaut Prinzip:

Oder Breitgurt aus Leder als Waffenhalter:

Bat’leth für Pakt bekommt Seilgriff in Blau:

Wurfwaffen an Bekannte und Freunde verteilt:

Helm von Rito wird hergestellt:

Drak’ar Füße verlängert:

Wimpel Wappen für Conquest Viertel heraus gesucht:

Und noch einiges mehr.
Wir wünschen allen Großcon Besuchern wie Drachenfest und Epic Empires auf jeden Fall ein schönes LARP!

Wir sind unter dem Banner der Entdecker – Viertel der Freidenker – als Gruppe der Drachenstreiter zu finden.

 

Viel Spass für die Ferien! (je nach Bundesland)