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Brigantine Aktueller Status:
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Was ist eine Brigantine?
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Bild Quelle: http://myarmoury.com/talk/viewtopic.php?t=12978
Die Idee einer Brigantine ist einfach. Man nehme starken Stoff oder Leder und Metallplatten. Dann ganz viele Nieten und machen mit den Elementen Leder X Metallplatten X Leder ein Sandwich.

Vorteile der Rüstung Brigantine:
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1) Diese Art der Rüstung ist einfach anzufertigen. Dadurch günstiger als normale Rüstungen.
2) Beweglichkeit höher als bei einer steifen Torso Rüstung.
3) Reperatur war dem einfachen Soldaten ohne Schmied möglich, einfach neue Metallplatten und Nieten, vielleicht eine Nadel, waren nötig.
4) Durch Leder auf der Innenseite ist der Tragekomfort auch ohne Unterpolster vorhanden.
5) Rüstung auch Vollkontakt Schaukampf fähig.

Grundgedanken:
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Was ist zu tun?
1) Torso beweglich mit Beintaschen
2) Schulterteile gewölbt mit Oberarm Lamellen
3) Unterarme bzw. Beinscheinschienen
4) Helm (fehlt noch)

Werkzeugliste:
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(ca 5€) Hammer
(ca 10€) Cutter Messer Klingen
(ca 6×45€) Jede Menge Leder als ganze Haut / Häute (6 ganze Häute hier verwendet)
(ca 80€) Nieten ( gibts im 1000er Pack bei Ebay günstiger) (ca 3000 Stk+)
(ca 15 bis 40€) Lochzange und Locheisen (beides Baumarkt oder Lederfachhandel)
(ca 60-70€) Metallplatten oder Metallstreifen (Metall Fachhandel Anfrage= günstiger als Baumarkt)

Verlauf:
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1) Torso:
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Den Torso habe ich bereits vor ein paar Jahren fertig gestellt, aber später erweitert und nachbearbeitet.
Hier sind 4 ganze Häute schwarzes Wildleder verwendet worden. Als Schnittmuster Vorlage wurde ein Gambeson aufgelegt.

2) Schulterteile und Armlamellen:
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Habe mir ein Schnittmuster aus dem Internet besorft für Grundlage einer Schulter. Diese Vorlage dann entsprechend meiner Metallplatten gelocht und dann mit Ziegenleder Band vernäht. Hilfreich ist erst alle Nieten ohne Nähe der Wölbung zu hämmern und mit einem Schuh Amboss oder überstehenden Steinkante die letzten Nieten nahe der Wölbung zu hämmern.

Die Schulterteile wurden nachträglich an den Rändern noch verschlossen mit Hilfe von ca 5cm breiten Lederbändern.

Nach dem Vorbild von einfachen Plattenschultern wurden Oberarm Lamellen angefertig.
Auch hier das selbe Prinzip.



Danach folgte auch die Lamellen zu umranden.
In der Umrandung lassen sich auch die Nietansätze der Schnallen und Riemen verstecken.

3) Unterarme bzw. Beinscheinschienen:
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Zuerst habe ich das Schnittmuster einer Standard Armschiene als Brigantine gebaut.
Leider ist mein Unterarm länger als der Standard. Also habe ich den Unterarm nachträglich verlängern müssen.

Die Verlängerung muss später noch umrandet werden.

Es empfiehlt sich, die Länge der letzten Kachel am Unterarm frei zu lassen von der Letzten Metallplatte im beweglichen Teil des Ellenbogens, aber es optisch trotzdem zu vernieten. So bleibt es beweglicher (Kachel ganz unten links im Bild).

Beinschienen sind ebenfalls nach eine Muster einer Plattenbeinschiene angefertigt worden.
dsc_0805
Natürlich sind die Brigantine Rüstungsteile mit Plattenteilen kombinierbar –
Auch angenehm ohne Gambeson zu tragen dank Leder Unterseite.

4) Helm (fehlt noch):
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Habe für den vorhandenen Helm Vario mit einem neuem Visier experimentiert.
Bin mit dem Ergebnis aber noch nicht zufrieden.
Auch steht die neu Färbung des Dragon Age Helms zur Option.

Hier ein paar Beispiele des aktuellen (unfertigen) Stands der Brigantine Rüstung Voll:
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Helm Vario Visier Schwarz


Dragon Age Helm

Ohne Helm (Kettenhaube Option)

Jetzt folgt die Arbeit an Kettenhandschuhe und Kettenüberschuhe brüniert (geschwärzt).
Alles absichtlich noch ohne Farbakzente, damit der jeweilige Charakter einfach passend farbige Kleidung darunter trägt und damit selbstständig Akzente setzen kann.
Das Wappen auf der Brust ist an der Kettenhaube befestigt und austauschbar.
Für maximale Panzerung kann ein brüniertes Kettenhemd (knielang) darunter angezogen werden um im Schaukampf freie Stellen zu verdecken.

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A) Grundidee Srrasch:

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Feinde der Larp Gruppe Drachenstreiter ( http://www.drachenstreiter.de ).
Gestaltlose Wesen, eine Erinnerung aus alter Zeit, ein Volk, welches wieder Auferstehung feiern möchte. Doch das Volk ist eigentlich ausgestorben und nur die Erinnerung, nennen wir sie „Schatten (=Srrasch)“ ist erhalten geblieben. Um sich wie Geister wieder in die Wirklichkeit zu katapultieren benötigen sie Energie. Energie in diesem Fall emotionaler und magischer Natur. Wie ein Dynamo brauchen sie elementare Bewegung in ihrer unmittelbaren Umgebung, um mit dieser Energie sich zu manifestieren.

Es handelt sich hier um selbst erfundene Wesenheiten der Drachenstreiter Gruppe.
Schatten im Larp unter NSCs (Nicht Spieler Charakteren) sind häufiger zu finden, wir suchen aber nach einer anderen Darstellung, als der zB SCREAM Movie Standard Version eines schwarzen Überwurfes mit Schwarzer

B) Die Darstellung:

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Im Jahr 2011 haben wir bereits ein Srrasch Wesen gebastelt: Siehe hier

https://traumschmiede.wordpress.com/2013/10/05/larp-monster-bau-srasch/

Für 2014 bzw 2015 haben wir eine Version 2.0 überlegt.

1) Rüstungsteile:
Alle Teile sind gegossenes Latex mit Gitter eingegossen als Stabilisator.Damit ziemlich unkaputtbar – das alte Suit ist ebenfalls heil.
2) Suit:
Kein gekauftes Suit, sondern anatomisch besser angepasst, selber nähen.
3) Monster:
Es soll mit Gimmiks sichtbar werden, dass die Schattenwesen sich erst stabilisieren müssen.

 

Beginn des Bau’s eines NSC Srrasch:

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1) Der Suit:

Kein Schminken mehr! Einfach Suit anziehen und fertig!
Fix den passenden Stoff gesucht und gefunden:

Anleitung eines Suit grob hier übernommen:
http://www.stretchy.org/
Alles von Hand genäht!
Erst die Hände….

Dann Torso mit Armen und Beinen verbinden…

2) Das Gesicht:

Um eine Auswahl an NSC Charakteren zu schaffen, haben wir Masken benutzt, als Grundlage und diese dann verändert.
Paintball Masken und alle anderen Arten von Pappmasken und Plastik Masken können genutzt werden.
Einfach die ursprüngliche Maske wandeln.
Hier einige Beispiele:

Eine Mini Bilder Anleitung – Doppelseitiges Klebeband, Stoff mit Muster und sorgsames Kleben:

Der Anfang ist also gemacht – die Person ist unkenntlich geworden, ein NSC ist geboren!
Natürlich bleibt es nicht bei diesem Stand.

3) Verfremdung – Schatten Extremitäten:

Die Monster Bösewichte am Anfang streben danach „Härte“ zu gewinnen, haben es aber nicht sofort. Also nicht nur reden, sondern Darstellung herstellen. Doch wie? Schatten erinnern mich immer an Tentakeln. Stichwort gefunden und los gehts.
Beginn von Schaumstoff und Kleber, welche in Form von Stacheln und Tentakeln gebracht werden.
Damit es nicht nur doofer Schaumstoff ist, überziehen wir diesen Schaumstoff mit dem Stoff (gemustert), indem wir mit der Hand den Stoff um die Strukturen spannen, die Naht hauteng abstecken und anfangen zu nähen. Natürlich von innen nach außen den Stoff nähen und dann umstulpen, damit die Naht später innen liegt und die Maserung außen ist.

Für den Rücken an den Schulterblätter dieses Konstrukt…

Für einen der Arme einen Tentakel Arm Deluxe, ein Drahtgerüst, mit Panzertape geschützt und dann mit Schaumstoff mehrlagig beklebt und am Ende wie die kleinen Tentakel mit Stoff bezogen.

Ein wenig getrickst und abnehmbare Reissack Wurfgeschosse mit Klettband an den Arm gebracht.
Dazu noch eine typische Krallen Hand fehlte irgendwie.
Einfach 1€ Handschuhe genommen, Panzertape, Papier und doppelseitiges Klebeband. Am Ende gelatext.


Damit sind die Mindest Extremitäten von Schattenwesen wie den Srrasch eigentlich erstmal komplett.

4) Die Rüstung:

Der Schatten hat jetzt einen Körper und obskure Extremitäten. Er ist also ein MONSTER. Aber das Monster strebt ja seinen Urzustand an, von also Erinnerung zerfaserter Geist zu etwas solidem, eher menschlicherem Wesen.
Zwei Möglichkeiten einer Siluette Charakter zu geben:
a) Kleidung
b) Rüstung
Für diesen Schatten ist „Krieger“ geplant, also fange ich an eine Rüstung zu bauen.
Normalerweise wäre wie bei den Larpwaffen eine Schaumstoff mit Latexbeschichtung normal.
Wir wollen aber eine Version, welche Formstabil und vor allem haltbar ist.
Also ist die Idee die Benutzung des Lego Prinzips –
bedeutet, dass mehrere Elemente auf Masse gefertigt werden und beliebig kombiniert werden können.

Aus Schaumstoff schneide ich also die Positive, Elemente und brenne Muster ein, damit es nicht zu linear,
nicht wie eine normale Rüstung am Ende aussieht.


Davon mache ich Abgussformen aus Flüssigkeramik mit Hilfe meines Bodens des aus Plastik bestehenden Waschmaschinenkorbes als Gesamt Form der Teile. Große Formen sind immer stabiler als kleine Formen!

Das waren ca 6 Liter Flüssig Keramik. Warum Flüssig Keramik? Weil es nicht porös auf Zeit wird und auch bei Feuchtigkeit nicht seine Struktur auflöst wie andere Abgusspulver und Mischungen.
Formen werden mit Latex abgegossen, hier Rot gefärbt.
Im Prinzip tragen die Srrasch eine rote Rüstung aus Blut und Dunkelheit. Der Praxis halber eigentlich des Farbkontrastes wegen, weil die Schwarz Rot Kombination einfach bedrohlicher wirkt als Schwarz/Grau und andere Kombinationen.

Nach den ersten Schichten füge ich Kaninchen Drahtgitter in die Formen ein. Formstabilität. Keine Kanten, da die Gitter komplett eingegossen werden.

Die Abgüsse brauchen gesamt ca 2 Tage je Schicht, je Season also ca 10 Tage. Müssen danach noch ein wenig an den Ränder sauber entgratet werden. An die 10 Liter Latexmilch sind hier drauf gegangen am Ende der wiederholenden Abgüsse.

Kontrastiv auch einige Elemente in Schwarz gegossen. Die roten Elemente müssen noch lackiert werden.
Vor dem lackieren werden alle Zwischenräume mit einem Feinpinsel in Schwarz gefärbt.
Diese Elemente können nach dem lackieren mit Larp Waffen Lack also zusammengefügt werden.
Normales Garn eignet sich bei Latex Vollguss NICHT.
Die Verwendung  von gewachstem Ledergarn, gerade vorrätig hier, ist am besten und nach einer Nachfärbung nicht mehr am Objekt später wirklich sichtbar.
Mit Klettbändern werden später die Halterungen angenäht und Halterungen am Suit festgenäht.
Hier ein paar Elemente:
Arme:

Beine:

Schultern:

Torso:

Weitere Elemente können  mit dem LEGO System variiert werden.

Hier ein paar Anproben von Rüstungsteilen am Suit:

Soweit so gut. Da fehlten ein noch ein paar Dinge merkten wir bei der Anprobe.
Wir haben die Beintaschen und den Gürtel ergänzt, waren aber noch nicht ganz zufrieden.
Keine Typische Rüstung (+)
Keine Haut aka Mensch zu sehen (+)
Gesamteindruck fehlt aber noch etwas…

4) Waffen:

Ja, ein Schatten / Monster brauch nicht nur Tentakeln für den Anfang, sondern später auch vernünftige Waffen.
Hier kürzen wir einfach mal auf die Ergebnisse ab.
Dolch 1:

Dolch 2:

Dolch 3:

Peitsche (kernlos, aus Schaumstoff geflochten!):

Sense: ( als Aufsatz an einer meiner selbstgebauten Äxte)

 

Handkrallen (kernlos):

5) Helm:

In der Optik fehlte etwas abrundendes. Der Kopf war im Konzept noch unrund im Vergleich zu 1.0.
Also 1.0 Helm genommen und eine Abgussform davon entworfen. Dann über 16 Tage in Schichten gepinselt abgegossen, lackiert und Details eingebracht, mit Drahtgitter verstärkt und die Innen und Rückseiten mit Leder ausgelegt und gefüttert gegen Schläge.

Dann Abguss vom Positiv erstellen:
Dauer Abguss ca 2 Tage und ca 16 Tage jeden Tag 2 Schichten auftragen bis in die Spitzen (schwierig bei gebogener Form!).

Dann mal an eine der Masken fixiert:

6) Aktuell:

Hier Bilder Anprobe mit Helm.
In der aktuellen Planung der Module steht aktuell aus:

1) Umhang:
Rot nach innen und Schwarz nach außen im besonderem Stoffmuster.
2) Tentakel:
Vielleicht noch kleine Schattententakel, welche unter den Rüstungsteilen hervor schauen.

So Bilder vom Probeanziehen:

 

Soweit der Stand – der erste Einsatz ist geplant für das Con Dämonicon 1.
Hier Bilder in Groß anzusehen:

https://plus.google.com/photos/103865246340342240906/albums/5977722715905061857?authkey=CP-fmMT-0KiFGw

Gerne Lob Kritik oder Verbesserungsvorschläge bis zum Einsatz in 2 Wochen.
Alles selber geplant, ausgeführt und ohne Anleitungen erstellt, deshalb für andere mit dokumentiert.
Aufwand bisher ca 4 Monate.