Tag Archive: Viertel


Es geht um eine neue Variante des NSC Modells Srasch!

Vorgänger Projekte siehe hier:
Srasch Teil 1
und
Srasch Teil 2

Blog Allgemein:
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Heute benutze ich auch zum ersten Mal den veränderten Editor für Blogbeiträge von wordpresss. Mal sehen, ob das besser klappt als mit dem alten Editor:
1) Nachteil: Keine Bilder per Link von Fremdquellen möglich 😦
Also Bild stark verkleinern und hochladen.
2) Vorteil: Bilder Mosaik automatisch erstellen lassen!
Spart Zeit und große Bilder kleiner machen.

Leider ist in Blogs kaum noch Aktivität seitens der Leser, es gibt kaum noch Kommentare, was der Grund für das Verschwinden vieler alter, guter Blogs ist.
Wollt ihr weiterhin Schreiber motivieren, wären Kommentare nicht schlecht.
Des weiteren wurden meine Arbeiten mittlerweile teilweise kopiert, was wünschenswert ist, aber diese Kopien mit meinen Schnittmustern wurden als eigene Ideen in anderen Blogs ausgegeben, was ich wiederum nicht gut fand.
Ein eindeutiger Hinweis auf den Ursprung würde mir vollkommen reichen.

Das Projekt Srasch 2017!
Langzeitprojekt – Aktueller Stand – Vielleicht EDIT später!

Grundidee:
Ein Stützgerüst für die Modulteile muss her!
Also eine Art Unterrüstung für die organischen Teile,
als Realschutz und für den Tragekomfort!
Ohne war ok, aber nicht optimal, wenn wilde Prügel Spieler Larper drauf los hauen.

1) Ernte:
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Die alten Rest Modulteile wurden von den Teile geernet. Weil durch Larp Cons Dreck, massiv viel Matsch im Spiel war auf NSC Seite, geht es nun daran diese Teile einfach in der Badewanne zu säuber.
dsc_0093

dsc_0088

2) Grundgerüst Neu:
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Meine Idee war es einfach PU zu nehmen, Hartplatten aus Kunststoff,
welche mit Heißluftfön bearbeitet werden können.
Hart, stabil und formbar. 3mm dicke Varinte hält Schlägen gut stand.

3) Prototyp Armschienen:
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Aus der Platte für ca 15€ 150x50cm kann man viel machen.
Probeweise eine Armschiene auf die Platte gelegt und abgepauscht.
Ausgeschnitten und mit dem Heißluftfön anatomisch angepasst.
Ergebnis: Sitzt jetzt sogar OHNE SCHNALLEN UND GURTE!
Habe aber sicherheitshalber für Infights noch Klettverschluss angebracht.

4) Beinschienen:
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Test mit Kachel Muster wie bei wattierter Rüstung.
Einfach mit dem Cutter Messer dünn einritzen und mit dem Heißluftfön seitlich pustend vergrößern. Klappt gut und macht Muster einfach zu schneiden und pauschen durch fönen.
Hinweis: Wer zu lange föhnt, macht das Material kaputt. Es wird zu hart und spröde.
Einfach fönen bis es biegsam wird, aber nicht so lange, bis es zu wabbeln beginnt.

5) Torso Rippenkäfig:
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Einfache Idee ist, das Grundgerüst beweglich zu machen.
Bewegliche Elemente, Anatomie entsprechend.
Also dachte ich an eine Art Rüstung,welche Rippen nachempfunden ist.
Der bisher zeitaufwendigste Teil der neuen Rüstung.
a) Rippen:
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Rippen identisch machen und ingesamt 8 Teile vorne und 8 Teile Hinten machen.
Dazu biegen am eigenen Körper.
Um den Prozess zu beschleunigen, wurde die erste alle Rippen nach dem Biegen auf den Tisch getappt und die neuen Rippen an diesem Vorbild direkt darauf gebogen.
Kanten entgraten mit dem Leder Werkzeug nicht vergessen (Schnittkanten entfernen).

Teile mit Leder und Nieten verbinden, damit es zwischen den Teilen beweglich bleibt. Bruchstellen auf diese Art vermeiden und Austauschbarkeit der Teile möglich machen.
Durch die Teile kann neben dem Austausch auch der Abstand der Teile verändert werden für Winter Unter Kleidung oder andere Körper Maße als die eigenen.

b) Brust Bereich:
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Auch hier Beweglichkeit wichtig.
Auf der Grundfläche können, müssen aber nicht, Modulteile befestigt werden.
Also gestalte ich die Teile erst einmal als unabhänige Elemente.
Die Brust Platten bestehen aus 2 Ebenen, um die Leder Verbindungsriemen zu verstecken.
In der Mitte, auf das HERZ kann ein LED gesteckt werden für später.

Entlang eines Metall Kragens habe ich passend zu den Brust Platten einen Kragen gebogen.
Am Kragen werden später die Schulterteile befestigt.
Die Verbindungen werden auch hier mit Leder und Nieten gemacht.
Die zweite Plattenschicht wird die Nieten verdecken.

6) Gürtel und Beintaschen:
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Um die Beintaschen, Oberschenkel Schutz zu halten, benötgt es einen Gürtel.
Diesen habe ich aus 2 ca 30cm langen PU Platten in Gürtelformat vorne und zwei Lederriemen auf der Rückseite mit Gürtelschnalle gemacht.
Darauf kommen die Modulteile.

7) Kopfmaske:
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Das schwierigste Objekt neben dem Gürtel.
Ein Modulguss für den Helm besteht bereits. Dieser wird auf die PU Platte gemacht zum stabilisieren und Schutzwirkung.
Dann wird diese Platte anatomisch angepasst mit dem Heißluftfön.

Darunter kommt aber noch eine Paintball Maske, welche noch bemal werden soll oder eine Stoff Schicht als Haut bekommt. Noch in Arbeit.

Dornen Lilien Schild 2


Ein mittlerer Schild in Größe 100x50cm, kernlos, gesamt 30mm Dicke.
Darauf Applikationen und die Rückseite mit vielen Haltegriff Möglichkeiten.

Was kostet uns das selber basteln?
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20mm Plastazote Platte ca 20€
10mm Plastazote Platte ca 8€
Latexmilch 2 Liter ca 20€
Farben und Pigmente ca 10€
Pinsel und Schwämme ca 2€
Lack (Isoflex) ca 30€
Leder und Lederreste ca 10€
Metallringe und Nieten ca 6€
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= Summe ca 106€ plus ca 15 Stunden Arbeit (ohne Leder vernähen)
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Anleitung:

1) Schild kleben:
Platte 20mm und 10mm verbinden für Wölbung, beliebiges Muster


Beschweren hilft gegen Mitte Luft beim verkleben zwischen den Schichten

Danach zweite Klebephase-
Danach mit Nadeln und Kleber die Außennaht fixieren

Es folgt die Überränder abzuschneiden mit Cutter Messer
Zwischenergebnis- Schild mit Wölbung

Die untere Wölbung ist stärker als die obere. Das ist gewollt. Die Beine müssen mehr umschlossen werden,
hingegen die Oberseite darf sich nicht mit Platttenschultern verhaken.

Jetzt wird der Rahmen eingeschnitte mit Cutter Klinge ca 3cm Breite.
Dazu die Aufsätze für die Dornen an den Spitzen aus 10mm Plastazote (Reste der Matte).
Papier aufdrücken für genaue Größe der Stachel Aufsätze-
Bei mir sind diese verschieden groß


Eine Proto Variante der größten und spitzesten Ecke machen und mal Anzahl der Spitzen.

Ausschneiden und nach Innen im ca 45 Grad Winkel abschneiden für 3D Zweck

Spitzen aufkleben

Überstände später abschneiden

Zwischenergebnis:

2) Latexen:
Beginn mit Grundierung in Schwarz und Latexmilch.
Ca 5 Schichten bis Wunschdicke erreich wurde.
Bei mir sind sind ab der 5ten Schicht bestimmte Bereiche
wie die Linien des Rands absichtlich nicht mehr „aufgefüllt worden“,
damit diese markant bleiben. Gesamt waren es ca 12 Schichten Latexmilch.

Grundierung – Latexmilch und Schwarz

3) Besonderheit Applikationen:
Aus mehreren Gussteilen setze ich nach und nach ein Mosaik zusammen.
Auch am Rand sind Gussteile zum erhöhen des 3 D Effektes verwendet worden.

Jeder kann sowas. und das zusammen setzen von Einzelteilen ist einfach, wenn man
nicht vergisst, die Linien vorher mit einem Lineal auszumessen.

Am Ende gibt es eine Farb Grundierung mit dem Schwamm für das gesamte Schild.

Zum vergrößern einfach anklicken. Grundiert ist alles angepasst.
Die Feinheit des Details liegt in der genauen Ausrichtung aller Teile.
In Beiträgen zur Axt und anderen Schilden bin ich bereits auf die Gussform Technik eingegangen.
Seid bitte nicht so faul, dort mal selbe nachzulesen oder auch mal einen Gruß zu schreiben 😉
Zweite Grundierung ist die Aufhellung mit Silber und Schwamm.
Um das Silber in Stahl zu verwandeln, wird wieder Grundierung mit Antrazit aufgetupft.

Bereiche, die besonders hervor gehoben werden sollen, immer hell grundieren!
Den inneren Bereich habe ich nun mit 2 verschiedenen Lagen Bronze behandelt.

Abschließend wurde mit einem Edding Linien wie der Rahmen in den Vertiefungen nachgezogen
und einige der Farbefehler kaschiert. Siehe dazu einfach ins Endbild in der Vergrößerung.

4) Lackierung:

Bei einem Larp Schild sollten es mindestens 3 Lagen Isoflex sein!
Besonders die Spitzen und Ränder besonders behandeln, denn hier tropft der Lack
beim lackieren wie Wasser herunter, wird also meist nur schwach versorgt.
Gerade die Ränder erfahren die Schläge und später den Abrieb beim Rückentragegurt.
Also nicht am Lack sparen!

5) Rückseite:
Aus Kunstleder in Braun habe ich eine Grundfläche vom Schaumstoff abgepauscht vor dem kleben.
Auf das Kunstleder habe ich in Kleinarbeit Halterungen und Flächen aufgenäht mit gewachstem
Ledergarn.
Aus Erfahrung ist zu empfehle lieber gleich alles richtig zu vernähen, denn kleben löst sich auf Dauer.
Gerade im Sommer gehen viele Kauf-Schilde an den Halterungen kaputt, weil die Klebestellen von der
Hitze der Sonne wieder weich werden und Zugkraft die Klebenähte also löst.

Der Griff ist Holz von einerMaurer Kelle aus dem Baumarkt, der Griff wurde einfach abgeschraubt.
Danach wurde der Griff an Dickleder 4mm mit Schrauben und Unterlegscheiben befestigt.
Die restlichen Teile sind alle angenäht.
D-Ringe und Nieten sind für spätere optionale Halterungen oder Waffenscheiden da.
Die O-Ringe sind Teil des Rücken Trage Geschirrs.
Im Moment verkleide ich noch einen zur Seite klappbaren Mittelgriff.
Besonderheit beim Mittelgriff bei mir ist die Idee, das Gewicht des Schildes NICHT
nur vom Handgelenk tragen zu lassen, sondern auch vom Unterarm dank des Mittelriemens.

Um das Stück mit Panzertape als Griff kommt noch Leder herum genäht, Bild folgt.
So sind bis zu 3 Trageweisen möglich
a) Mittelgriff (wie Wikinger Rundschild also)
b) Ritter Griff von Mitte nach Unten (Sturmschild)
c) Von Links nach Recht kann man Riemen und Griff ran machen wie beim Ritter Schild (Turnierschild)
Je nach Lust und Laune also verwendbar.
Rückseite aufgeklebt:

Hier die 3 Trageweisen des Schildes auf einem Bild:

6) Fertig!
Mit Brigantine Selbstgemacht, siehe vorheriger Beitrag.

Viel Spass beim nachbauen!
Gerne auch Fragen oder wenn ich euch inspiriert haben sollte, einen Gruß.
Anmeldung ist für reinschreiben ist als Gast nicht erforderlich, also keine Umstände.

Gambeson Teil 3

Praktische Fortschritte am Gambeson:
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1) Kragen:
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Am Halsrand nachträglich vergrößert.

2) Plattenpanzer Befestigung:
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Nestel Bänder und Schlaufgen für die Anbringung von Plattenrüstungsteilen nachgebessert.

Sitzt jetzt besser am Körper und damit besser im Gefecht.
Hier Teil Anprobe für Plattenrüstung Gotisch ohne Torso.
Dadurch, dass jetzt die Schultern mit Nesteln versehen sind,
Können direkt am Gambeson Plattenschultern und unten Beintaschen befestigt werden.
Auch ohne Torso 😀

(Helmsuche):
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Suche gerade nach einem geeigneten Schaller Helm für einen besonders großen Kopf.
Wenn jemand einen guten Bezug Tipp hat, gerne her damit 😉


Der Streitkolben ist dieser hier:
https://traumschmiede.wordpress.com/2014/07/02/streitkolben-lilie/

Leder Antik Finish von Fiebings:
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Heute das Gambeson zerlegt, um Glanz durch mattes Antik Finish zu reduzieren und mehr „Used look“ darzustellen.
Aufgetragen mit einem Schwamm auf die Teilbereiche. Die Leder Verbindungsteile, welche heller waren als Gambeson mit Fiebings „Light Brown“ nachgedunkelt durch einen breiten Pinsel.

Vergleich Normal und Antik Finish:
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Gesamtes Gambeson mit Antik Finish überzogen:
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Jetzt trocknet das Finish den ganzen Tag in der Sonne.

Exkurs: Drachenfest 2016
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Vom Drachenfest sind wieder ein paar schöne Bilder aufgetaucht-
Offizielle Bildergalerie Drachenfest:
Fotograph: Nabil Hanano (official fotos of the convention www.drachenfest.info/df/index.… ) Danke!

„Touching scales?“ – Darf ich deine Schuppen mal berühren?

„Battle“ – Kampf in der Schlachtreihe mit der Zweilile:
(Hauptsächlich aber Duelle, Drak’ar sind keine Schlachtreihen Kämpfer.)

Fotograph: Sabine Fischlin
„Nice to meet you.“ Treffen mit einem anderem bekannten Hersteller von Echsen Kostümen.
Hatten auf der Con aber keine Zeit uns mal richtig gemeinsam hinzusetzen. Unsere Drak’ar sind im Prinzip eher Diener, während seine Wesen eher Krieger (siehe Rüstung, Drak’ar trägt nämlich keine Rüstung, hat ja Schuppen Natur Panzer ^^) sind.
Wir neigen auch eher zu kleinen, schlanken Waffen, damit der der der Aspekt des dienenden Charakters nicht untergeht. Siehe auch den „Raptor“ im Hintergrund, ein tolles Konstrukt aus viel Arbeit und Mühe.
Gut zu sehen: Generelle Konzept Unterschiede 1:1 nebeneinander, wenn ihr das Bild heran zoomt per Klick, traut euch 😉

 


Unser allererstes Drachenfest!
Wir hatten Angst, dass unsere Drak’ar nicht angenommen werden könnten,
wurden aber vom Gegenteil positiv überrascht, danke allen dafür 😉

Gerade wieder daheim, Sachen reinigen und einsortieren nach der Con.
Wir hoffen, dass es alle Teilnehmer wieder heil und sicher nach Hause geschafft haben.

Ein kurzes Resumee zum Drachenfest 2016 von unserer Seite.

Grünes Lager:
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Es war schön, dem grünem Avatar zu dienen.
Die Lager Kommunikation ist bestimmt noch ausbaufähig,
aber wir beide waren permant nur am Plot teilnehmen oder Plot erschaffen.
Volle Auslastung, jeden Tag von (noch vor!) dem Frühstück bis irgendwann Bett.

Dornenviertel:
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Das Familienviertel des grünen Lagers hat uns herzlich aufgenommen,
trotz unseres kurzfristigen Wechsels von Conquest of Mythodea zum Drachenfest dieses Jahr.
Als Drak’ar (wurden immer wieder Drachen oder genannt oder als möglicher Avatar angefragt),
haben wir dem Motto treu, „Wir leben um zu dienen.“ (Drak’ar sind Diener/Minions) jeden erteilten Auftrag des grünen Lagers ausgeführt, auch wenn dadurch Essen und Trinken ausblieb.
Aber wir hatten super viel Spaß mit euch allen!
Dazu gibt es auch eine interne Antwort an der Dornenviertel im Verteiler.
Danke für die schöne Zeit im gemeinsamen Viertel, es war echt familiär!
Ehre dem Dornenviertel!

Plot und Co:
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Quasi überrollt von Plot und Plotmöglichkeiten haben wir Avatare kennen gelernt,
tolle Spieler wie Oak, Sommerwald, Aethernas, Xarif, Halfdan mit Familie, Una, Runa, Gromp, Aivi, die Gelehrten des Grauen Lagers aus dem Mitternachtsritual, liebevolle Chaoten, heiratswütige Zwerge, Kuschelorks mit Keksen, Alchemisten Jäger auf der Suche nach unseren Schuppen, der Schwarzmagier Orden, die Mördergilde, Duellgegner in den Schachten und und und erlebt.
Dafür ebenfalls ein Danke für einen tolle Zeit.
Viele haben sich getraut uns anzusprechen, anzuspielen und uns um Rat (wegen zB Eiern – silbernes Lager) zu fragen.
Auch so schön in den Schlachten, dass einige Krieger, leider kannte ich sie nicht, sich geopfert haben, damit die Drak’ar nicht dem Trupp des Chaos in die Hände fielen!
Es ist schwer zu zeigen, dass man ein Diener und kein Herr ist, aber die Bereitschaft und Anerkennung der Spieler war teils herzergreifend!
Danke!

Fazit:
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Wir kommen 2017 auf jeden Fall wieder.
Wahrscheinlich wieder Grün und Dornenviertel.
Dieses Drachenfest war besser als die letzten 3 Jahre des Conquests für uns, seit dem Eintritt in die Spiegelwelt.
Vielleicht schaffen wir 2017 COM und DF, würden aber bei Einzelwahl jetzt DF vorziehen.

Unseren Respekt den Veranstaltern, den ehrenvollen Spielern und NSCs!
Ehre dem gemeinnützigen und aufopfernden Larpern, ohne die unser gemeinsames Hobby nicht mögich wäre!

Bilder:
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Dieses mal nur Schnappschuss Kamera, für mehr war keine Zeit, Link hier:
https://picasaweb.google.com/103865246340342240906/6313516678817894833?locked=true#
Bitte melden, wenn nicht funktionier oder wir ein Bild löschen sollen!
Drak’ar Infos hier:
http://drachenstreiter.de/HP2014/drakar.html

Fernsehen:
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Die Drak’ar waren auch im Fernsehen auf der Frontseite der Hessenschau und anderen Seiten.

<

PS:
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Wie sehen Drak’ar beim baden aus? Knapp 30kg Drak’ar im Wasser beim baden nach der Con.
Schaut her:


(Bild von Ingo Turnwald – Fest des Traumdorns – Nachtbild im Negativ)

Vorbei!

Die ersten Aufräumarbeiten nach der größten Larp Con Europas sind gemacht.
Wer nicht weiß, was LARP ist – hier gucken:
http://www.larpwiki.de/LARP
Jetzt ist es Zeit Bilder anzugucken und aus den Erfahrungen aus 2015 zu lernen.
Wir haben viele Dinge erlebt und getan.

1) Drak’ar Tests:
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Kostümtests der Drak’ar wurden mit Bravur bestanden.
Keine Schäden, keine sonstigen Schäden trotz Hitze und Kämpfe in Kostümen.
Sogar die Hörner aus Schaumstoff mit flexiblem Halterungskern halten sehr gut.
Definitiv haben sich zahlreiche Köpfe in unsere Richtung bewegt,
wenn die Drak’ar einfach nur vorbei wanderten und oft wurden wir gebeten vor
Kameras zu posieren.
Bisher sind aber vom COM nur wenige Bilder online, leider.
Trotzdem, hier ein paar erste Eindrücke von den Drak’ar Tests bei über 30 Grad Celsius.
Es war wirklich heiß 😉

Bei Nacht mit LED Kristallen als Schmuck:


Tag, im Schatten glitzernd

Wurden mehrfach gefilmt –

Und als Gruppe wahrgenommen

(Quelle dieses einen Gruppen Bilder COM 2015 CD)

2) Conquest of Mythodea Allgemein:
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a) Gelände:
Da Gelände des COM ist wie immer sehr weitgänig. Die Mehrheit holt sich auf Dauer Blasen an den Füßen,
weil das Gelände und die Schauplätze der Kämpfe und Geschichten weit von einander entfernt sind.

b) Sanitäre Anlagen:
Die sanitären Anlagen sind in Ordnung, aber die Reinigung der Toiletten mit Hochdruck Wasserdüse
wird nicht nachträglich wieder getrocknet und selbst im Hochsommer hast du also einen Wasser Boden
in deiner Toilette gehabt.

c) Kosten:
Die Tickets pro Spieler mit 155€ pro Person Conzahler plus bis zu 30€ Voranreise pro Person ab Sonntag
ist überdimensioniert teuer für das gebotene Con. Eigentlich zu teuer zum besuchen.
Die Kontingente der Karten wie Wacken nach Zahlen, nicht nach Datum ist brutal teuer, weil Staffel 1+2+3
sehr schnell vergriffen sind und man schon teils im ersten Monat über 100€ bei 1 Jahr Vorkauf steckt.

d) Plot:
Verwirrend. Die Spiegelwelt ist eine neue Kampagne der Live Adventure Gruppe.
Asiatische Krieger, genannt „die Ratio“ dominieren angeblich das Land.

Außerdem soll in der Spiegelwelt alles tot, kalt und Grau sein-
aber bei über 30 Grad im Schatten, grünen Wiesen und Verschwendungssucht der Stadt,
Ist das schwer auszuspielen.
Die Anleitung des COM Facts, dass „Zuhause einfach alles noch(!) schöner, bunter, besser ist“,
ist einfach aus unserer Sicht mangelnder Wille der Darstellung einer kaputten Welt.
Hier wird vom Organisator stark gespart.
2015 wurde scheinbar der Plot von 2014 wiederholt, da der Plot bereits 2014 gescheitert war.
Nun gescriptet, ging der Plot wohl voran.
Es gibt einige große Plotartefakte, wie den Thron, den Traumdorn, die Bibliothek.

Leider ist der Plot sehr schwer zugänglich, auch wir als Gruppe bereits seit 2007 jedes Jahr auf COM waren.
Plotjäger Gruppen dominieren hier leider die Plots, es sind eigentlich immer die selben Kandidaten.
Probleme:
Unabhängig davon gibt es die SC Gruppierung „Die Eisernen“,
welche uns Nicht-Menschen und auch normale Spieler von Plotlokations nachträglich ausgeschlossen hat.
Beispielsweise waren wir im Traumdorn Plot involviert, aber die Eisernen haben später fast 24h den Zugang
für alle bis auf Eiserne und Plotjäger Eiserne blockiert und gedroht jeden zu erschlagen.
Abseits davon sind viele Eiserne negativ aufgefallen –
spätestens bei den deutlich rechtsradikalen Kampfsprüchen.
Live Adventure vor Ort hat diese Hinweise nicht zur Kenntnis genommen (SL’s).

e) Zeltplatz:
Die Zeltplätze auf COM sind VERDAMMT ZU ENG.
Die Stadt und Wege wurden großzügig für die Sanitäter bemessen, der Rest nicht.
Pro Person wird 15m2 pro Person veranschlagt. Man muss in ein Viertel seiner Wahl ziehen.
Für das Viertel werden wegen Wegen und Plätzen weitere 2,5m2 abgezogen.
Bleibt 12,5m2 pro Person.
Wer nur ein BIWAK Dackelhütten 2x1m Zelt hat, hat keine Probleme.
Wer aber ein ambientiges Ritterzelt oder Sahara Zelt hat,
ist in diesem Maßstab dazu verpflichtet als Gruppenverband zusammen zu ziehen,
mit möglichst wenig Zelten zu kommen, das Vorzelt, Sonnensegel am besten wegzulassen…
Auch hier wird gespart vom Organisator = Weniger Platz pro Person = mehr Gäste.

f) NSCs:
Die Mehrheit der NSCs sind eigentlich GSCs. Diese rüsten sich selber aus, basteln und machen gutes
Charakterspiel und geben Möglichkeit zu interagieren.
Grundkostüme wie Wappenröcke und Rüstungsteile sind von Live Adventure zu kaufen,
aber die Mehrheit der zB Untoten und anderer Rollen sind einfach genial von den NSCs selber
umgesetzt worden. Respekt.

Auch wurden die Drak’ar mehrfach von Untoten Fleisch und Schwarzem Eis zu Duellen gefordert und angspielt.
Die meisten Spieler sehen nicht die Arbeit in Kostümen, aber ganz viele NSCs haben uns darauf angesprochen
und wir haben uns sehr darüber gefreut.

Die Heereswacht bzw Stadtwache sind ein Lager, welches angeblich die Sicherheit des Trosszuges sichern soll.
Als Drak’ar wurden wir spieltechnisch dazu befohlen uns eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ ausstellen zu lassen
und konnten so auch mal ins Lager der Heereswacht.
Außerhalb der Stadt haben wir die Heereswacht aber eher selten gesehen, scheint uns eher als Verwaltungsapparat zu funktionieren,
spielerisch zumeist an Warhammer angelehnt, spielen zumeist auch teils fremdrassenfeindlich.

g) Organisation:
Anwesenheit und Übersicht der Spielleitung war immer flächendeckend vorhanden.
Keine Mängel, top.

h) Spieler:
Die Spielerschaft mit ca 8000 Personen war kleiner als im Vorjahr, zumindest gefühlt.
Sehr gemischte Personengruppen und Einzelpersonen. Viele Congriller.
Leider, siehe auch Plot, ist die Gruppierung der „Eisernen“ viel mit rechtsradikalen Klang unterwegs gewesen.
Dies hat kein gutes Gefühl geben, wenn 25 Personen sich selbst beweihräuchern und dann anfangen Sprüche
wie „Sieg-“ und die anderen schreien „Heil“ zu beschallen. Dann Nicht-Menschen zu beschimpfen und vor die Füße
zu spucken, Durchgang zu blockieren, SS-Soldaten Bibel Parolen auszurufen –
Das alleine ist mit Grund, warum wir als Gruppe stark am überlegen sind zum COM wiederzukehren.
Meldung bei den SL’s gab mehrfach keine Abhilfe.
Trommler aus dem Banner der Einheit haben Nachts Banner der Einheit und Entdecker bis morgens beschallt,
unangenehm laut und unrythmisch. Hier wurde vielmals an die entsprechende Gruppe OT herangetreten
mit geringem Erfolg.
Der heißen Temperaturen wegen waren fast keine gerüsteten Krieger unterwegs.
Auch waren, Tendenz abnehmend, leider immer weniger Nicht-Menschen auf COM unterwegs.
Der Nichtmenschen Negativ Trend wird im Moment bestärkt von typischen Anti Nicht Menschen Fraktionen
und vor allem dem Wetter.
Nicht zu unterschätzen ist, dass die Mehrheit der Nichtmenschen keine Rückmeldung für ihren Aufwand an
Kostümen und eingesetzter Energie erhält, traurig, aber wahr.
Wir selber auf dem COM haben viel positive Rückmeldung zu den Drak’ar erhalten,
freuen uns natürlich über Anregungen, Daumen hoch runter oder Ideen zur Weiterentwicklung durch Kritik.

i) Banner System und Fehler:
Das neue Stadt System, welches Banner und Stadt zu einem Heerzug verseint hat seine Nachteile.
Es gibt kein Bedrohungsgefühl, denn es gibt nur 2 Kampfplätze Wiesen, quasi keine weiteren Kampfzonen.
Positiv, es gab keine (grundlose) Endschlacht.
Identifikation mit den Vierteln oder Bannern im Vergleich zu den alten Elementar Lagern ist nicht existent.
Alles scheint jedem irgendwie Einheitsbrei.
Ohne Angriffe auf die Lager und Leitpersonen zur Identifizierung (früher die Avatare), geht ohne begleitetes bzw
angeleitetes Spielergeschehen in den Lagern deutlich Zusammenhalt verloren.
Nur wenige Viertel können sich identifizieren –
Gerade die GSC bei den Eisernen und anderen Punkten wirkten wir „Kampf auf Bestellung“,
denn es wurden teils NSCs zurück gehalten, bis diese Gruppen als Letzte oder Vorletzte am Schlachtfeld ankamen.
Wir waren im Banner der Entdecker, Viertel der Freidenker, geführt von Peppin.
Er gab sich große Mühe mit Organisation und Hilfe, dafür noch einmal ein großes Danke.
Wir hatten sogar Schattenplätze bis Mittags dank der Bäume zwischen Banner der Entdecker und Einheit.

j) Fotos und Rezensionen:
Es scheint Out zu sein selber Bilder von Fremdpersonen zu machen.
Leider gibt es jedes Jahr weniger Bilder von den Großcons.
Wir als Gruppe haben uns mehrfach auf der COM Bilder CD gefunden,
aber viele haben kein Erinnerungsfoto von sich bekommen können.
Auch ist das Feedback, die Rückmeldung des COM eher von wenigen Meldungen dominiert,
zumindest wenn man 8000 Personen als Maßstab nimmt.
Das muss aber jeder selber wissen, denn nur mit  Rückmeldung kann sich das COM positiv weiter entwickeln.

i) Fazit:
Ein wenig kritisch, aber ehrlich in den Kommentaren.
Die COM Kampagne der Spiegelwelt kommt nur schwer ins Rollen uns bleibt der Mehrheit unverständlich.
Plotmöglichkeiten werden von Spielergruppen stark eingeschränkt.
Plot der Viertel und Banner beruht auf den GSC Gruppen, sind aber auch nur teils zugänglich.
Es gibt Möglichkeiten an Informationen zu kommen, man muss dafür aber Kilometer Blasen an den Füßen
einrechnen (haben wir ^^ ).
Insgesamt ist das COM einer der größten Larp Mittelalter Märkte mit Plotangebot.
Wir überlegen wieder hinzufahren, aber nicht wegen der angebotenen Leistungen,
sondern als Gruppen Treffpunkt, welcher weiterhin zuverlässig jährlich stattfindet.
Drachenfest wird seit diesem COM als neue Option erwogen,
aber das COM 2016 wird im Moment als Jahrestreff wieder eingeplant.

Wir hoffen, dass unsere Rezension einigen Spielern oder NSC helfen kann,
sich für eines der Großcons und deren Viertel zu entscheiden.
Gerne freuen wir uns über Rückmeldung.