Category: Larp Werke


WORBLA VERSUS PU:
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Wer bereits Erfahrung mit WORBLA gesammelt hat der weiß folgendes über WORBLA:

1) Formbarkeit mit Heißluft Fön
2) Stabilität mäßig
3) Schneidgerät Cutter am besten
4) Linien in Worbla mit Heißluftfön verbreitern sich
5) Worbla ist teuer
6) Worbla ist nur in Spezial Online Läden zu kriegen

Sehr ähnlich dem WORBLA ist ein Material unter dem Namen PU.
Dieses ist Plastik bzw Hartschaumplatten, welche sich wie Plastik verhalten.
Diese sind fast 1:1 wie Worbla zu behandeln.
Mit dem Unterschied, dass PU Platten etwas härter sind UND im gut sortierten Baumarkt erhältlich, in mehreren Größen.
Meine Quelle ist der nächstliegende Baumarkt TOOM.

Die Eigenschaften von PU sind also:
1) Formbarkeit mit Heißluft Fön
2) Stabilität härter als Worbla, aber auch ein wenig biegsam (später mehr)
3) Schneidgerät Cutter am besten
4) Linien in PU Platten mit Heißluftfön verbreitern sich
5) PU Platten können deutlich günstiger als WORBLA sein
6) PU Platten gibt es in gut sortierten Baumärkten

Im Moment teste ich beim SRASCH PROJEKT Teil 3 PU als Rüstung für NSC Teile.
Jetzt versuche ich eine Spieler Rüstung zu testen.

ZIEL:
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1) Grünes Lager auf dem Drachenfest, eine grüne Rüstung muss her.
2) Grünes Lager Wappen muss her

Aktueller Stand:
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Später EDIT Funktion für neue Fotos und Fortschritte.

1) RÜSTUNG IN GRÜN:
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Schwarze PU Platten 3mm Stärke – 150x50cm für ca 13€ pro Platte.
Grundausschnitt für eine Torso Rüstung.
Zuerst der Bauch Schutz Teil:
dsc_0752Platten mit Cutter Messer geschnitten und für den 3D Effekt Ränder ausgeschnitten und aufgelegt.
dsc_0754
Mit Hilfe eines Kanten Hobels, auch Entgrater genannt (Leder Werkzeug), die Kanten abgerundet. Ist wie Holz gefühlt. An der Oberfläche besonders hart, in der Mitte minimal weicher.
dsc_0757
Um Stabilität gegen echte Larp Schläge mit Gewalt zu verkraften, habe ich mich am Bau der Atombombe orientiert. Einfach die Stärke des Material verdoppeln, statt einer Lage immer eine Sicherheitslage von weiteren 100% einbauen. Auf diese Art werden die Platten übereinander gesetzt.  Hier ist jetzt ein Muster, eigentlich für das SRASCH PROJEKT.Aber in diesem Fall für das grüne Lager umgemünzt.
Nachträgliche Umfärbung ohne Probleme möglich (Rot / Schwarz).
Mit dem Brenneisen vertiefe ich die Linien. Aufsatz Strich ist am besten beim langsamen Durchgang.
Den Rand Aufsatz wird mit der Heißklebe Pistole fest verschweißt!
dsc_0766
Mit dem Heißluft Fön kann ich die PU Platten in Form bringen.
Ich markiere die Bereiche auf der oberen Schicht Platte und Unterschicht Platte.
Beide Platten sollen perfekt aufeinander liegen. Heißkleber verbindet die Teile.
Einfach die Heiße Platte auf den Pullover am eigenen Körper drücken,
so wird die Platte anatomisch AN DEINEN KÖRPER PERFEKT angepasst. Beginne aber am besten mit der Innen Platte.
dsc_0771dsc_0780
Auf dieser Grundlage wird der zweite Torso Teil gebaut, Front.

dsc_0824
Es folgt die Bemalung.
Erst weiß Grundierung Acryl, Hellgrün, Ränder Dunkelgrün, Akzente mit Neongrün.
Alles mit einem Schwamm aufgetragen.
_IGP7289p.jpg
Es folgt die Rückenseite der Rüstung.
DSC_0886.JPG
Es folgen das Finish und Effekt Lack zum versiegeln der Farbe.
Hier werde ich das fertige Produkt und Tests zur Haltbarkeit vorführen.
[Bis später also! Einfach den Artikel wieder laden und angucken!]
Die Rüstung ist relativ leicht und unheimlich stabil!

Was ist außerdem mit PU möglich?

2) Grünes Lager Wappen?

Das Material lässt sich wie Rüstleder mit Punziereisen prägen!
Also habe ich einen Negativ Stempel aus dem PU geschlagen.
Damit kann RÜSTLEDER geprägt werden,
oder einfach Masse geformt werden (Kekse, FIMO, weiteres).

dsc_0631
Oder was wäre mit Schmuck?
Wie Leder behandel ich das PU mit den Punziereisen und harten Eisen.

Dann schneide ich die Ergebnisse vom Hämmern aus
dsc_0434Natürlich könnte ich diesen Schmuck jetzt auf Rüstungen aufbringen.
Das werde ich in Zukunft bestimmt in größeren Außmaß probieren.

Das eigentliche Wappen fürs grüne Lager war der Prototyp für die Rüstung.
dsc_0637
Zeichnung ausdrucken, aufkleben, mit Leder Werkzeug behauen.
Dann Rand ausschneiden und aufbringen. Farbe wie bei der Rüstung aufbringen.
Steht jetzt wie die Rüstug am Rand vor dem Effekt lackieren.
Auf der Rückseite eine 2te Schicht, hier mit LEDER Riemen für das anbringen an einem Breitgurt.
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Dazu Protoyp des Stempels an FIMO AIR getestet.
dsc_0688
Beim nächsten Stempel werde ich die Ränder noch tiefer setzen, damit ich keine Kanten nachmalen muss. Wie gesagt, beim Schild muss noch Effekt Lack rauf, beim Fimo folgt auf der Rückseite LEDER und eine Halterung für Kette oder Gürtel.
Mal angekleidet spontan getestet:
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Für den Grünen! Für den Kreislauf! Auf die Jagd! 😀

Erinnerung:
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Es folgen später Bilder der fertigen Rüstung und der anderen Teile als EDITs!
Einfah Beitrag wieder angucken.
Mehr wird folgen.

Es geht um eine neue Variante des NSC Modells Srasch!

Vorgänger Projekte siehe hier:
Srasch Teil 1
und
Srasch Teil 2

Blog Allgemein:
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Heute benutze ich auch zum ersten Mal den veränderten Editor für Blogbeiträge von wordpresss. Mal sehen, ob das besser klappt als mit dem alten Editor:
1) Nachteil: Keine Bilder per Link von Fremdquellen möglich 😦
Also Bild stark verkleinern und hochladen.
2) Vorteil: Bilder Mosaik automatisch erstellen lassen!
Spart Zeit und große Bilder kleiner machen.

Leider ist in Blogs kaum noch Aktivität seitens der Leser, es gibt kaum noch Kommentare, was der Grund für das Verschwinden vieler alter, guter Blogs ist.
Wollt ihr weiterhin Schreiber motivieren, wären Kommentare nicht schlecht.
Des weiteren wurden meine Arbeiten mittlerweile teilweise kopiert, was wünschenswert ist, aber diese Kopien mit meinen Schnittmustern wurden als eigene Ideen in anderen Blogs ausgegeben, was ich wiederum nicht gut fand.
Ein eindeutiger Hinweis auf den Ursprung würde mir vollkommen reichen.

Das Projekt Srasch 2017!
Langzeitprojekt – Aktueller Stand – Vielleicht EDIT später!

Grundidee:
Ein Stützgerüst für die Modulteile muss her!
Also eine Art Unterrüstung für die organischen Teile,
als Realschutz und für den Tragekomfort!
Ohne war ok, aber nicht optimal, wenn wilde Prügel Spieler Larper drauf los hauen.

1) Ernte:
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Die alten Rest Modulteile wurden von den Teile geernet. Weil durch Larp Cons Dreck, massiv viel Matsch im Spiel war auf NSC Seite, geht es nun daran diese Teile einfach in der Badewanne zu säuber.
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2) Grundgerüst Neu:
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Meine Idee war es einfach PU zu nehmen, Hartplatten aus Kunststoff,
welche mit Heißluftfön bearbeitet werden können.
Hart, stabil und formbar. 3mm dicke Varinte hält Schlägen gut stand.

3) Prototyp Armschienen:
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Aus der Platte für ca 15€ 150x50cm kann man viel machen.
Probeweise eine Armschiene auf die Platte gelegt und abgepauscht.
Ausgeschnitten und mit dem Heißluftfön anatomisch angepasst.
Ergebnis: Sitzt jetzt sogar OHNE SCHNALLEN UND GURTE!
Habe aber sicherheitshalber für Infights noch Klettverschluss angebracht.

4) Beinschienen:
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Test mit Kachel Muster wie bei wattierter Rüstung.
Einfach mit dem Cutter Messer dünn einritzen und mit dem Heißluftfön seitlich pustend vergrößern. Klappt gut und macht Muster einfach zu schneiden und pauschen durch fönen.
Hinweis: Wer zu lange föhnt, macht das Material kaputt. Es wird zu hart und spröde.
Einfach fönen bis es biegsam wird, aber nicht so lange, bis es zu wabbeln beginnt.

5) Torso Rippenkäfig:
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Einfache Idee ist, das Grundgerüst beweglich zu machen.
Bewegliche Elemente, Anatomie entsprechend.
Also dachte ich an eine Art Rüstung,welche Rippen nachempfunden ist.
Der bisher zeitaufwendigste Teil der neuen Rüstung.
a) Rippen:
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Rippen identisch machen und ingesamt 8 Teile vorne und 8 Teile Hinten machen.
Dazu biegen am eigenen Körper.
Um den Prozess zu beschleunigen, wurde die erste alle Rippen nach dem Biegen auf den Tisch getappt und die neuen Rippen an diesem Vorbild direkt darauf gebogen.
Kanten entgraten mit dem Leder Werkzeug nicht vergessen (Schnittkanten entfernen).

Teile mit Leder und Nieten verbinden, damit es zwischen den Teilen beweglich bleibt. Bruchstellen auf diese Art vermeiden und Austauschbarkeit der Teile möglich machen.
Durch die Teile kann neben dem Austausch auch der Abstand der Teile verändert werden für Winter Unter Kleidung oder andere Körper Maße als die eigenen.

b) Brust Bereich:
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Auch hier Beweglichkeit wichtig.
Auf der Grundfläche können, müssen aber nicht, Modulteile befestigt werden.
Also gestalte ich die Teile erst einmal als unabhänige Elemente.
Die Brust Platten bestehen aus 2 Ebenen, um die Leder Verbindungsriemen zu verstecken.
In der Mitte, auf das HERZ kann ein LED gesteckt werden für später.

Entlang eines Metall Kragens habe ich passend zu den Brust Platten einen Kragen gebogen.
Am Kragen werden später die Schulterteile befestigt.
Die Verbindungen werden auch hier mit Leder und Nieten gemacht.
Die zweite Plattenschicht wird die Nieten verdecken.

6) Gürtel und Beintaschen:
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Um die Beintaschen, Oberschenkel Schutz zu halten, benötgt es einen Gürtel.
Diesen habe ich aus 2 ca 30cm langen PU Platten in Gürtelformat vorne und zwei Lederriemen auf der Rückseite mit Gürtelschnalle gemacht.
Darauf kommen die Modulteile.

7) Kopfmaske:
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Das schwierigste Objekt neben dem Gürtel.
Ein Modulguss für den Helm besteht bereits. Dieser wird auf die PU Platte gemacht zum stabilisieren und Schutzwirkung.
Dann wird diese Platte anatomisch angepasst mit dem Heißluftfön.

Darunter kommt aber noch eine Paintball Maske, welche noch bemal werden soll oder eine Stoff Schicht als Haut bekommt. Noch in Arbeit.

Dornen Lilien Schild 2


Ein mittlerer Schild in Größe 100x50cm, kernlos, gesamt 30mm Dicke.
Darauf Applikationen und die Rückseite mit vielen Haltegriff Möglichkeiten.

Was kostet uns das selber basteln?
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20mm Plastazote Platte ca 20€
10mm Plastazote Platte ca 8€
Latexmilch 2 Liter ca 20€
Farben und Pigmente ca 10€
Pinsel und Schwämme ca 2€
Lack (Isoflex) ca 30€
Leder und Lederreste ca 10€
Metallringe und Nieten ca 6€
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= Summe ca 106€ plus ca 15 Stunden Arbeit (ohne Leder vernähen)
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Anleitung:

1) Schild kleben:
Platte 20mm und 10mm verbinden für Wölbung, beliebiges Muster


Beschweren hilft gegen Mitte Luft beim verkleben zwischen den Schichten

Danach zweite Klebephase-
Danach mit Nadeln und Kleber die Außennaht fixieren

Es folgt die Überränder abzuschneiden mit Cutter Messer
Zwischenergebnis- Schild mit Wölbung

Die untere Wölbung ist stärker als die obere. Das ist gewollt. Die Beine müssen mehr umschlossen werden,
hingegen die Oberseite darf sich nicht mit Platttenschultern verhaken.

Jetzt wird der Rahmen eingeschnitte mit Cutter Klinge ca 3cm Breite.
Dazu die Aufsätze für die Dornen an den Spitzen aus 10mm Plastazote (Reste der Matte).
Papier aufdrücken für genaue Größe der Stachel Aufsätze-
Bei mir sind diese verschieden groß


Eine Proto Variante der größten und spitzesten Ecke machen und mal Anzahl der Spitzen.

Ausschneiden und nach Innen im ca 45 Grad Winkel abschneiden für 3D Zweck

Spitzen aufkleben

Überstände später abschneiden

Zwischenergebnis:

2) Latexen:
Beginn mit Grundierung in Schwarz und Latexmilch.
Ca 5 Schichten bis Wunschdicke erreich wurde.
Bei mir sind sind ab der 5ten Schicht bestimmte Bereiche
wie die Linien des Rands absichtlich nicht mehr „aufgefüllt worden“,
damit diese markant bleiben. Gesamt waren es ca 12 Schichten Latexmilch.

Grundierung – Latexmilch und Schwarz

3) Besonderheit Applikationen:
Aus mehreren Gussteilen setze ich nach und nach ein Mosaik zusammen.
Auch am Rand sind Gussteile zum erhöhen des 3 D Effektes verwendet worden.

Jeder kann sowas. und das zusammen setzen von Einzelteilen ist einfach, wenn man
nicht vergisst, die Linien vorher mit einem Lineal auszumessen.

Am Ende gibt es eine Farb Grundierung mit dem Schwamm für das gesamte Schild.

Zum vergrößern einfach anklicken. Grundiert ist alles angepasst.
Die Feinheit des Details liegt in der genauen Ausrichtung aller Teile.
In Beiträgen zur Axt und anderen Schilden bin ich bereits auf die Gussform Technik eingegangen.
Seid bitte nicht so faul, dort mal selbe nachzulesen oder auch mal einen Gruß zu schreiben 😉
Zweite Grundierung ist die Aufhellung mit Silber und Schwamm.
Um das Silber in Stahl zu verwandeln, wird wieder Grundierung mit Antrazit aufgetupft.

Bereiche, die besonders hervor gehoben werden sollen, immer hell grundieren!
Den inneren Bereich habe ich nun mit 2 verschiedenen Lagen Bronze behandelt.

Abschließend wurde mit einem Edding Linien wie der Rahmen in den Vertiefungen nachgezogen
und einige der Farbefehler kaschiert. Siehe dazu einfach ins Endbild in der Vergrößerung.

4) Lackierung:

Bei einem Larp Schild sollten es mindestens 3 Lagen Isoflex sein!
Besonders die Spitzen und Ränder besonders behandeln, denn hier tropft der Lack
beim lackieren wie Wasser herunter, wird also meist nur schwach versorgt.
Gerade die Ränder erfahren die Schläge und später den Abrieb beim Rückentragegurt.
Also nicht am Lack sparen!

5) Rückseite:
Aus Kunstleder in Braun habe ich eine Grundfläche vom Schaumstoff abgepauscht vor dem kleben.
Auf das Kunstleder habe ich in Kleinarbeit Halterungen und Flächen aufgenäht mit gewachstem
Ledergarn.
Aus Erfahrung ist zu empfehle lieber gleich alles richtig zu vernähen, denn kleben löst sich auf Dauer.
Gerade im Sommer gehen viele Kauf-Schilde an den Halterungen kaputt, weil die Klebestellen von der
Hitze der Sonne wieder weich werden und Zugkraft die Klebenähte also löst.

Der Griff ist Holz von einerMaurer Kelle aus dem Baumarkt, der Griff wurde einfach abgeschraubt.
Danach wurde der Griff an Dickleder 4mm mit Schrauben und Unterlegscheiben befestigt.
Die restlichen Teile sind alle angenäht.
D-Ringe und Nieten sind für spätere optionale Halterungen oder Waffenscheiden da.
Die O-Ringe sind Teil des Rücken Trage Geschirrs.
Im Moment verkleide ich noch einen zur Seite klappbaren Mittelgriff.
Besonderheit beim Mittelgriff bei mir ist die Idee, das Gewicht des Schildes NICHT
nur vom Handgelenk tragen zu lassen, sondern auch vom Unterarm dank des Mittelriemens.

Um das Stück mit Panzertape als Griff kommt noch Leder herum genäht, Bild folgt.
So sind bis zu 3 Trageweisen möglich
a) Mittelgriff (wie Wikinger Rundschild also)
b) Ritter Griff von Mitte nach Unten (Sturmschild)
c) Von Links nach Recht kann man Riemen und Griff ran machen wie beim Ritter Schild (Turnierschild)
Je nach Lust und Laune also verwendbar.
Rückseite aufgeklebt:

Hier die 3 Trageweisen des Schildes auf einem Bild:

6) Fertig!
Mit Brigantine Selbstgemacht, siehe vorheriger Beitrag.

Viel Spass beim nachbauen!
Gerne auch Fragen oder wenn ich euch inspiriert haben sollte, einen Gruß.
Anmeldung ist für reinschreiben ist als Gast nicht erforderlich, also keine Umstände.

Brigantine Aktueller Status:
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Was ist eine Brigantine?
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Bild Quelle: http://myarmoury.com/talk/viewtopic.php?t=12978
Die Idee einer Brigantine ist einfach. Man nehme starken Stoff oder Leder und Metallplatten. Dann ganz viele Nieten und machen mit den Elementen Leder X Metallplatten X Leder ein Sandwich.

Vorteile der Rüstung Brigantine:
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1) Diese Art der Rüstung ist einfach anzufertigen. Dadurch günstiger als normale Rüstungen.
2) Beweglichkeit höher als bei einer steifen Torso Rüstung.
3) Reperatur war dem einfachen Soldaten ohne Schmied möglich, einfach neue Metallplatten und Nieten, vielleicht eine Nadel, waren nötig.
4) Durch Leder auf der Innenseite ist der Tragekomfort auch ohne Unterpolster vorhanden.
5) Rüstung auch Vollkontakt Schaukampf fähig.

Grundgedanken:
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Was ist zu tun?
1) Torso beweglich mit Beintaschen
2) Schulterteile gewölbt mit Oberarm Lamellen
3) Unterarme bzw. Beinscheinschienen
4) Helm (fehlt noch)

Werkzeugliste:
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(ca 5€) Hammer
(ca 10€) Cutter Messer Klingen
(ca 6×45€) Jede Menge Leder als ganze Haut / Häute (6 ganze Häute hier verwendet)
(ca 80€) Nieten ( gibts im 1000er Pack bei Ebay günstiger) (ca 3000 Stk+)
(ca 15 bis 40€) Lochzange und Locheisen (beides Baumarkt oder Lederfachhandel)
(ca 60-70€) Metallplatten oder Metallstreifen (Metall Fachhandel Anfrage= günstiger als Baumarkt)

Verlauf:
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1) Torso:
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Den Torso habe ich bereits vor ein paar Jahren fertig gestellt, aber später erweitert und nachbearbeitet.
Hier sind 4 ganze Häute schwarzes Wildleder verwendet worden. Als Schnittmuster Vorlage wurde ein Gambeson aufgelegt.

2) Schulterteile und Armlamellen:
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Habe mir ein Schnittmuster aus dem Internet besorft für Grundlage einer Schulter. Diese Vorlage dann entsprechend meiner Metallplatten gelocht und dann mit Ziegenleder Band vernäht. Hilfreich ist erst alle Nieten ohne Nähe der Wölbung zu hämmern und mit einem Schuh Amboss oder überstehenden Steinkante die letzten Nieten nahe der Wölbung zu hämmern.

Die Schulterteile wurden nachträglich an den Rändern noch verschlossen mit Hilfe von ca 5cm breiten Lederbändern.

Nach dem Vorbild von einfachen Plattenschultern wurden Oberarm Lamellen angefertig.
Auch hier das selbe Prinzip.



Danach folgte auch die Lamellen zu umranden.
In der Umrandung lassen sich auch die Nietansätze der Schnallen und Riemen verstecken.

3) Unterarme bzw. Beinscheinschienen:
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Zuerst habe ich das Schnittmuster einer Standard Armschiene als Brigantine gebaut.
Leider ist mein Unterarm länger als der Standard. Also habe ich den Unterarm nachträglich verlängern müssen.

Die Verlängerung muss später noch umrandet werden.

Es empfiehlt sich, die Länge der letzten Kachel am Unterarm frei zu lassen von der Letzten Metallplatte im beweglichen Teil des Ellenbogens, aber es optisch trotzdem zu vernieten. So bleibt es beweglicher (Kachel ganz unten links im Bild).

Beinschienen sind ebenfalls nach eine Muster einer Plattenbeinschiene angefertigt worden.
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Natürlich sind die Brigantine Rüstungsteile mit Plattenteilen kombinierbar –
Auch angenehm ohne Gambeson zu tragen dank Leder Unterseite.

4) Helm (fehlt noch):
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Habe für den vorhandenen Helm Vario mit einem neuem Visier experimentiert.
Bin mit dem Ergebnis aber noch nicht zufrieden.
Auch steht die neu Färbung des Dragon Age Helms zur Option.

Hier ein paar Beispiele des aktuellen (unfertigen) Stands der Brigantine Rüstung Voll:
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Helm Vario Visier Schwarz


Dragon Age Helm

Ohne Helm (Kettenhaube Option)

Jetzt folgt die Arbeit an Kettenhandschuhe und Kettenüberschuhe brüniert (geschwärzt).
Alles absichtlich noch ohne Farbakzente, damit der jeweilige Charakter einfach passend farbige Kleidung darunter trägt und damit selbstständig Akzente setzen kann.
Das Wappen auf der Brust ist an der Kettenhaube befestigt und austauschbar.
Für maximale Panzerung kann ein brüniertes Kettenhemd (knielang) darunter angezogen werden um im Schaukampf freie Stellen zu verdecken.

Gambeson Teil 3

Praktische Fortschritte am Gambeson:
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1) Kragen:
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Am Halsrand nachträglich vergrößert.

2) Plattenpanzer Befestigung:
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Nestel Bänder und Schlaufgen für die Anbringung von Plattenrüstungsteilen nachgebessert.

Sitzt jetzt besser am Körper und damit besser im Gefecht.
Hier Teil Anprobe für Plattenrüstung Gotisch ohne Torso.
Dadurch, dass jetzt die Schultern mit Nesteln versehen sind,
Können direkt am Gambeson Plattenschultern und unten Beintaschen befestigt werden.
Auch ohne Torso 😀

(Helmsuche):
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Suche gerade nach einem geeigneten Schaller Helm für einen besonders großen Kopf.
Wenn jemand einen guten Bezug Tipp hat, gerne her damit 😉


Der Streitkolben ist dieser hier:
https://traumschmiede.wordpress.com/2014/07/02/streitkolben-lilie/

Leder Antik Finish von Fiebings:
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Heute das Gambeson zerlegt, um Glanz durch mattes Antik Finish zu reduzieren und mehr „Used look“ darzustellen.
Aufgetragen mit einem Schwamm auf die Teilbereiche. Die Leder Verbindungsteile, welche heller waren als Gambeson mit Fiebings „Light Brown“ nachgedunkelt durch einen breiten Pinsel.

Vergleich Normal und Antik Finish:
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Gesamtes Gambeson mit Antik Finish überzogen:
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Jetzt trocknet das Finish den ganzen Tag in der Sonne.

Exkurs: Drachenfest 2016
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Vom Drachenfest sind wieder ein paar schöne Bilder aufgetaucht-
Offizielle Bildergalerie Drachenfest:
Fotograph: Nabil Hanano (official fotos of the convention www.drachenfest.info/df/index.… ) Danke!

„Touching scales?“ – Darf ich deine Schuppen mal berühren?

„Battle“ – Kampf in der Schlachtreihe mit der Zweilile:
(Hauptsächlich aber Duelle, Drak’ar sind keine Schlachtreihen Kämpfer.)

Fotograph: Sabine Fischlin
„Nice to meet you.“ Treffen mit einem anderem bekannten Hersteller von Echsen Kostümen.
Hatten auf der Con aber keine Zeit uns mal richtig gemeinsam hinzusetzen. Unsere Drak’ar sind im Prinzip eher Diener, während seine Wesen eher Krieger (siehe Rüstung, Drak’ar trägt nämlich keine Rüstung, hat ja Schuppen Natur Panzer ^^) sind.
Wir neigen auch eher zu kleinen, schlanken Waffen, damit der der der Aspekt des dienenden Charakters nicht untergeht. Siehe auch den „Raptor“ im Hintergrund, ein tolles Konstrukt aus viel Arbeit und Mühe.
Gut zu sehen: Generelle Konzept Unterschiede 1:1 nebeneinander, wenn ihr das Bild heran zoomt per Klick, traut euch 😉