Materialkosten: ca 48€

1 qm Leder = 26€

6 Hornknebel = 3€

Ledergarn und Nähkram anteilig = 3€

Birkenstock Sandalen = 5€ (nur die Sohle!)

Textilkleber = 8€

Kraftkleber (anteilig) = 3€

4mm dickes Rüstleder = 0€, weil Restekiste

 

Anleitung:

1) Die Fuß Sohle:

Am besten Rindsleder 4mm nehmen. Aufs Leder stellen und seine Füße abzeichnen als Umriss. Dann Ausschneiden.

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2)Stiefelschaft:

Hier einfach das weiche Leder, hier Büffelleder, Ziegenleder wird ebenfalls gerne genommen, als Schnittmuster einfach ein Quadrat ans Bein halten und es passend schneiden.

Die Höhe entscheidet die Höhe des Stiefels, die Breite sollte so genormt sein, dass ihr später 2cm überlappenden Nahtrand (oder mehr) habt. Weil dies ein Handwerk ist,

solltet ihr lieber zu Großzügig sein beim schneiden als zu knapp, denn was weg ist, kann nur schwer nachgeholt werden.

Schneidet ein V-Loch für eure Füße rein und legt einen Lappen Leder auf den Rest eures Fußes abseits der Hacke und schneidet wie schon beim Bein maßvoll.

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3)Schaftteile verbinden:

Jetzt die Teile miteinander vernähen im Sattler Stich (mit Ahle vorstechen und mit 2 Nadeln über Kreuz an einem Faden nähen)oder dem sogenannten falschen Sattlerstich (eine Nadel, aber an der Unterseite den Stich statt zum nächsten Loch wieder zurück nähen). Ihr seht dann auf Vorder und Rückseite eurer Naht eine geschlossene Linie.

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4)Fußsohle bearbeiten:

Mit dem Nahtrad (gibts für wenig Geld beim Stoffhandel oder auch in der gut sortierten Nähecke im Supermarkt) wird die Nahtlinie auf dem Rindsleder markiert.

Mit dem Kantenentschärfer wird die Kante abgehobelt. Mit der Ahle wird das Leder vorgestochen, gelöchert.

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5) Sohle:

Der Grund für mich selber zu nähen war einfach – es gibt keine Schuhgröße 49 Stiefel zu kaufen.

Also nehmen wir die Birkenstock Sandalen, sehr groß und befreien die eigentliche Sohle.

Nach der Befreiung begraden wir mit dem Cuttermesser die Sandale.

Damit haben wir eine geeignete Auflage (vergrößert durchs Cutten) und Klebefläche für später.

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6) Innensohle trifft Stiefelschaft:

Die Ledersohle wird nun mit dem weichen Leder vernäht.

Am besten vorher einmal feststecken und testen, ob es kleiner oder größer muss. Plant ein, ob ihr im Winter dicken Socken tragen wollt, oder nicht.

Auch hier mit gewachstem Ledergarn (gibts günstiger bei Ebay in 500 Meter Rollen) im Sattler Stich vernähen.

Raue Lederseite nach Innen, weil die Verklebung später besser an der halten wird. Auf die Innenseite kommt später am besten noch eine Schuheinlage nach Wunsch.

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7) Stiefelschaft zunähen und Auflagefläche prüfen:

Der Stiefelschaft wird jetzt, nach weiterer Anprobe auf der Hackenseite vernäht. Auf die Hackeninnenseite kann ein Rindslederquadrat eingearbeitet werden als unsichtbarer Hackenschutz.

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8) Stiefel Verschlüsse (Knebel):

Um die Stiefelseite zu schließen, könnt ihr entweder einen versteckten Reißverschluss einnähen, oder wie ich,

nahezu historisch Hornknebel und Lederlaschen verwenden.

Hier habe ich zwei Lagen Leder miteinander vernäht und ein Loch für den Hornknebel eingefügt und wegen der Zugkräfte verstärkt.

Prüft, auf welchen Höhen ihr diese anbringen wollt und wie viele.

In meiner Version habe ich noch lange doppelt vernähte Lederstreifen als Riemen für die optische Umrahmung des Stiefels genäht.

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9) Nahtdichter:

Vor dem neuen vernähen, habe ich den Wendestiefel von innen nach außen gekehrt und mit viel Textilkleber

auf der Innenseite alle Nahtstellen abgegangen und habe den Kleber vorsichtig mit Pinsel rein gerieben.

Es gibt sehr viele Nähte. Keiner darf vergessen werden. Besonders der Übergang von Stiefelschaft zu Fuß ist wichtig.

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10) Knebelschließen vernähen:

Erst mit der Silbermine markieren (kann man mit Wasser wegwischen), dann alle Riemen und Verschlüsse festnähen

mit dem gewachsten, guten Ledergarn, wie alles bisher auch. Es lohnt sich gleich große Mengen vorrätig zu haben.

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Die Anleitung geht bald mit Teil 2 weiter.